Die verschiedenen Formen des E-Commerce – diese Geschäftsmodelle gibt es

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Redakteur

(CIS-intern) –  Im Zuge der Digitalisierung haben Sie womöglich schon mal vom E-Commerce gehört. Womöglich spielen Sie sogar mit dem Gedanken, selber in dem Bereich tätig zu werden. Prinzipiell ist das natürlich keine schlechte Sache. Ein hohes Potential ist definitiv gegeben. Allerdings ist der Bereich des E-Commerce keineswegs ein Selbstläufer. Schließlich würde es ansonsten viel mehr Betreiber von Onlineshops geben, die von ihrem Business leben können. Das ist bisweilen jedoch nur bei einer überschaubaren Anzahl der Fall. Oft scheitert es daran, dass die grundlegendste Wissensbasis fehlt.

Foto: von StartupStockPhotos auf Pixabay

Viele Unternehmer, die im E-Commerce durchstarten, wissen nicht einmal, was es dabei für Formen gibt. Um Erfolg zu haben, sollten entsprechende Grundlagen allerdings nicht fehlen. Deswegen wollen wir einen näheren Blick darauf werfen. Eins vorweg: Es gibt einige Dinge, die unabhängig von der Form des E-Commerce (fast) immer eine Rolle spielen. Darunter unter anderem das Ausarbeiten von Preisstrategien und eine ausgiebige Analyse der Konkurrenten.

Business to Consumer Commerce (B2C)

Für die meisten Start-ups dürfte vor allem das B2C interessant sein. Dabei handelt es sich um Geschäftsbeziehungen zwischen einem Unternehmen und Privatpersonen. Also im Grunde genau das, was bei einem klassischen Onlineshop der Fall ist. Es werden unterschiedliche Waren angeboten, die wiederum von Privatpersonen gekauft werden. Die eigenen Waren sind also weder für den Großhandel noch für Einzelhandelsgeschäfte gedacht. Sie sollen ausschließlich an den Endkunden verkauft werden.

Business to Business Commerce (B2B)

Das B2B bezeichnet Kaufbeziehungen zwischen Unternehmen. Dabei kann es sich sowohl um Produkte als auch Dienstleistungen handeln. Da Unternehmen niemals Endkunden sein können, ist die Bezeichnung B2C für Beziehungen zwischen Unternehmen unter keinen Umständen möglich, wenngleich sie in einigen Fällen fälschlicherweise verwendet wird. Bei B2B muss es übrigens keineswegs um die Beziehung zwischen zwei Unternehmen gehen. Theoretisch können auch mehrere Unternehmen beteiligt sein. Auch in solchen Fällen wäre von B2B die Rede.

Business to Administration Commerce (B2A)

Unternehmen können nicht nur mit Endverbrauchern oder anderen Unternehmen Geschäftsbeziehungen eingehen. Prinzipiell sind auch Geschäftsbeziehungen mit Behörden möglich. Solche werden als B2A bezeichnet. Die Geschäftsbeziehungen können sich dabei sowohl durch den Handel als auch die Kommunikation zwischen beiden Parteien äußern. Da die Kommunikation beim B2A der Einfachheit wegen ohnehin oft online erfolgt, ist es selbsterklärend, dass dieses Geschäftsmodell auch beim E-Commerce eine Rolle spielt. Die Art der Beziehungen kann teilweise stark variieren. Mal wird ein bestimmtes Produkt in größeren Mengen an eine Behörde verkauft, mal vermittelt eine Behörde Mitarbeiter an ein Unternehmen.

Business to Employee Commerce (B2E)

Sobald ein Onlineshop eine gewisse Größe annimmt, ist es nicht unüblich, dass Mitarbeiter eingestellt werden. Ab diesem Zeitpunkt spielt das B2E eine wichtige Rolle. B2E bezeichnet sämtliche Prozesse zwischen Unternehmen und ihren Mitarbeitern. Darunter fallen diverse organisatorische Aufgaben, aber auch die Kommunikation an sich. Die Relevanz von B2E-Beziehungen scheint stetig zuzunehmen. Inzwischen gibt es sogar Hochschulen und Universitäten, die entsprechende Kurse anbieten. Verwunderlich ist diese Entwicklung nicht. Schließlich ist das Personalmanagement essentiell für den Erfolg. Arbeitnehmer sind nicht nur Arbeitskräfte, sondern eine tragende Säule und ausschlaggebend für das Potential eines Unternehmens.

Administration to Consumer Commerce (A2C)

Beim A2C handelt es sich um Interaktionen im E-Commerce, die zwischen Behörden und Endkunden erfolgen. Diese Interaktionen haben primär den Zweck, anfallende Verwaltungsarbeiten auf E-Commerce-Plattformen beziehungsweise Onlineshops weitgehend zu minimieren. Das erfolgt beispielsweise dadurch, dass Anträge/Formulare heruntergeladen und anschließend an die jeweilige Institution geschickt werden. Generell umfasst A2C jegliche Geschäftsbeziehungen zwischen Behörden und Endkunden. Diese können sich auf unterschiedliche Art und Weise äußern.

Consumer to Consumer Commerce (C2C)

Der Begriff C2C bezeichnet Geschäftsbeziehungen von Verbrauchern zu Verbrauchern. Das C2C hat durch die zunehmende Digitalisierung immens an Bedeutung hinzugewonnen und ist inzwischen nicht mehr aus dem E-Commerce wegzudenken. Auf C2C basierende Geschäftsformen gibt es einige. Eines der besten Beispiele dafür ist die Plattform eBay Kleinanzeigen. Auf eBay Kleinanzeigen können Privatpersonen prinzipiell alle Arten von Waren anbieten und diese an andere Konsumenten verkaufen. Dabei gibt es in der Regel sowohl die Möglichkeit einer Abholung als auch einer Lieferung. Doch eBay Kleinanzeigen ist nur eines von zahlreichen Beispielen. Generell gewinnen entsprechende Plattformen zunehmend an Beliebtheit. Allerdings birgt C2C gewisse Gefahren. Verbraucher müssen unter anderem aufpassen, dass sie nicht Opfer von unseriösen Anbietern werden. Das Risiko von minderwertiger Ware oder gar eiskalter Abzocke ist nicht auszuschließen.

Administration to Administration Commerce (A2A)

Der kommerzielle Charakter beim A2A ist eher gering, dennoch handelt es sich in gewisser Weise auch hierbei um eine Form des E-Commerce. Ein Beispiel für A2A wären Auktionssysteme, über die unterschiedliche Arten von Rechten erworben werden können. Eine genaue Definition von A2A ist schwierig. Nicht selten wird diese Form daher mit dem B2B gleichgesetzt. Unter bestimmten Umständen ist das theoretisch möglich. Zumindest dann, wenn Behörden als Unternehmen in Erscheinung treten. Unternehmer des E-Commerce brauchen sich über A2A allerdings keine größeren Gedanken machen. Priorität sollten B2A, B2B, B2C und B2E haben.

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