
(CIS-intern) –Die Stadtwerke Flensburg haben am 3. Juni 2026 den Grundstein für ein historisches Infrastrukturprojekt gelegt. Es ist der offizielle Startschuss für den Umbau der Flensburger Fernwärmeversorgung hin zu einer komplett CO₂-neutralen Zukunft.
Das Wichtigste für Sie als Verbraucher zuerst:
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Keine privaten Investitionskosten: Die enormen Kosten für den klimafreundlichen Umbau werden komplett von den Stadtwerken getragen. Als Fernwärmekunde müssen Sie nicht selbst in neue, teure Heizungsanlagen investieren. Die grüne Wärme kommt wie gewohnt direkt über das bestehende Netz zu Ihnen nach Hause.
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Das Ziel 2035: Die Stadtwerke wollen die Fernwärmeversorgung bis 2035 vollständig dekarbonisieren (klimaneutral machen), das ist ganze zehn Jahre früher, als es das Gesetz fordert.
Wie funktioniert die Großwärmepumpe?
Das Prinzip ist so einfach wie genial, es funktioniert im Grunde wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt:
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Wärme aus der Natur: Ein Kühlschrank entzieht seinem Innenraum die Wärme und gibt sie nach außen ab. Die Großwärmepumpe macht das Gegenteil: Sie entzieht dem Wasser der Flensburger Förde die natürliche Umgebungswärme.
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Aufheizen mit Ökostrom: Mithilfe von grünem Strom wird diese Wärmeenergie hochkonzentriert und das Fernwärmewasser auf bis zu 95 °C erhitzt.
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Regional & CO₂-neutral: Der Strom für die Anlage (ca. 21 Megawatt Leistung) stammt zu 100 % aus erneuerbaren Energien, möglichst direkt aus Schleswig-Holstein.
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Ein Gewinn für das Stromnetz: Wenn in der Region zu viel Wind- oder Sonnenstrom produziert wird, der sonst ungenutzt bliebe (weil das Netz überlastet ist), kann die Wärmepumpe diesen überschüssigen Strom sinnvoll nutzen und in Wärme umwandeln.
Der Zeitplan bis zur Inbetriebnahme
Das Projekt liegt voll im Zeitplan und auch finanziell im vorgegebenen Rahmen:
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Frühjahr 2026 (Bereits abgeschlossen): Aufwändige Tiefgründung. Da der Boden in der Nähe der Flensburger Förde weich und wenig tragfähig ist, wurden rund 200 Spezialpfähle in die Erde gerammt, um ein sicheres Fundament zu schaffen.
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3. Juni 2026: Feierliche Grundsteinlegung und Beginn der Hochbauarbeiten für das Gebäude.
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Ende 2026: Lieferung der drei riesigen Wärmepumpenmodule. Jedes Modul ist beeindruckende 13 Meter lang, 11 Meter hoch und 8 Meter breit.
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Ende 2027: Geplante Inbetriebnahme. Ab diesem Zeitpunkt fließt erstmals die saubere Wärme aus dem Fördewasser in die Flensburger Haushalte.
Zahlen, Daten & Fakten zum Großprojekt
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70 Millionen Euro fließen direkt in dieses erste Großprojekt (GWP).
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60 Megawatt (MW) beträgt die thermische Gesamtleistung der neuen Anlage.
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Über 400 Millionen Euro investieren die Stadtwerke insgesamt in den gesamten Umbau der zentralen grünen Fernwärmeversorgung.
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Eine zweite Großwärmepumpe befindet sich bereits in der Detailplanung, um die nächste Ausbaustufe einzuleiten. Dabei werden die Erfahrungen aus dem aktuellen Projekt direkt genutzt.
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Beteiligte Partner: Für den Hochbau ist die A. Beck Bauunternehmung GmbH & Co. KG zuständig, die Wärmepumpenmodule liefert die Johnson Controls Systems & Service GmbH.
Technische Anpassung im Hintergrund: Was ändert sich im Netz?
Damit eine Wärmepumpe so effizient wie möglich arbeiten kann, wird die sogenannte Vorlauftemperatur im Fernwärmenetz abgesenkt.
Keine Sorge: Für Sie wird es zu Hause nicht kälter! Damit bei Ihnen exakt die gleiche Wärmemenge wie früher ankommt, wird künftig einfach mehr Wasser mit einer etwas niedrigeren Temperatur durch die Leitungen gepumpt. Damit das reibungslos funktioniert, modernisieren die Stadtwerke parallel das Rohrnetz und verbauen an den nötigen Stellen dickere Leitungsdurchmesser.
Stimmen zum Projekt:
Julian Wollscheidt (neuer Geschäftsführer der Stadtwerke, an seinem 3. Arbeitstag): „Die Großwärmepumpe zeigt sehr konkret, wie die Stadtwerke Flensburg die Wärmewende vor Ort voranbringen. Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen weiterzugestalten.“
Jörg Blumenberg (Vorsitzender des Aufsichtsrates): „Die Grundsteinlegung heute ist ein konkreter Beweis dafür, dass Flensburg die Energiewende nicht verwaltet, sondern gestaltet. Mit diesem Projekt zeigen die Stadtwerke, wie kommunale Daseinsvorsorge und Klimaschutz zusammengehen.“
Foto: v.l.n.r.:
Jörg Blumenberg, Aufsichtsratsvorsitzender Stadtwerke Flensburg GmbH
Karsten Müller-Janßen, technischer Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg GmbH,
Andreas Weckesser, Geschäftsbereichsleiter Anlagenbau und Projekte Stadtwerke Flensburg GmbH
Anton Beck, Geschäftsführer Anton Beck Bauunternehmen GmbH & Co.KG
Julian Wollscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg GmbH
Leon Twelsiek, Projektleiter enco Energie- und Verfahrens-Consult GmbH


