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Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange: Schwangerschaftsabbrüche endlich legalisieren und das Selbstbestimmungsrecht der Frauen stärken!

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Redakteur
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(CIS-intern) – Flensburg. Der bundesweite Aktionstag am 15.05., der zusätzlich zum Safe Abortion Day darauf aufmerksam macht, dass Schwangerschaftsabbrüche noch immer kriminalisiert sind, obwohl das Recht der Frauen und Mädchen auf Selbstbestimmung ein international anerkanntes Menschenrecht darstellt, ist heute aktueller denn je.

Noch immer ist in Deutschland ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich strafbar und nur nach Beratungsregelung straffrei. “Das passt nicht in unsere Zeit und unsere Gesellschaft und deshalb muss hier schleunigst eine längst überfällige Gesetzesänderung her. Schwangerschaftsabbrüche müssen legalisiert werden, weil nur auf diese Weise die Rechte der Frauen im Bezug auf ihr Selbstbestimmungsrecht gewahrt werden können”, fordert Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange.

Foto: von congerdesign auf Pixabay

“Als Oberbürgermeisterin möchte ich anlässlich des bundesweiten Aktionstages betonen, dass Flensburg sich vor zwei Jahren zur Istanbulkonvention bekannt hat. Es ist wichtig, die Stimme zu erheben für die Umsetzung der bestehenden Rechte für Frauen und Mädchen in Flensburg. Das haben wir vor zwei Jahren getan und das werden wir fortlaufend tun, bis hier eine Besserung der Verhältnisse in Sicht ist”, so Lange weiter.

Zur Diskussion um die zukünftige Sicherung eines Angebotes zur Durchführung in Flensburg findet Lange deutliche Worte: “Die Stärkung der Selbstbestimmung der Frauen schließt selbstverständlich ein, dass auch in unserer Stadt das Angebot der Schwangerschaftsabbrüche in Zukunft sichergestellt wird. Jede Frau und jedes Mädchen in Flensburg muss sich darauf verlassen können, dass sie in Flensburg eine qualitätsvolle Versorgung vorfinden, sollte eine ungewollte Schwangerschaft vorliegen. Das beinhaltet ein qualitätsvolles Beratungsnetzwerk und ein gute medizinische Versorgung bis zum Angebot eines Schwangerschaftsabbruches und der entsprechenden Nachsorgeangebote. Dafür setze ich mich mit Nachdruck ein.

Wichtig ist Simone Lange aber auch der nationale und internationale Aspekt des Themas: “Wir wollen aus Flensburg auch solidarische Zeichen an alle Frauen in der Bundesrepublik und darüber hinaus senden. Wir sind eine Stadt in der Frauen und Mädchen aus über 150 verschiedenen Nationen leben. Es gilt, auch für die Rechte der Frauen in den Herkunftsländern zu kämpfen, denn Menschenrechte sind international. Für Deutschland gilt, dass der Rückgang der Angebote von Schwangerschaftsabbrüchen dringend gestoppt werden muss und wir alle darauf achten müssen, diese Angebote wieder auszubauen.

Deshalb setze ich mich in Flensburg dafür ein, dass die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen und dem notwendigen Beratungs- und Begleitungsangeboten dauerhaft sichergestellt werden. Hierfür haben wir gemeinsam mit der Kommunalpolitik bereits eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich gemeinsam mit Experten aus Medizin und Familienberatung dieser Aufgabe stellt”, beschreibt Simone Lange die Aufgabe, die jetzt gemeinsam von allen Beteiligten gelöst werden muss.

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