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Ein schönes Weihnachtsgeschenk: Dias, Filme und Videos digitalisieren und für die Nachkommen erhalten

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Redakteur
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(CIS-intern) – Im Regal stapeln sich alte Videokassetten, Filmrollen, Diakästen etc. Über zwei Räume, auf vier Arbeitsplätzen verteilt, stehen ein großer Schmalfilmscanner, hochwertige Recorder und Abspielgeräte aller Art. In den Regalen sieht man Raritäten damaliger Zeit an denen Nostalgiker ihre wahre Freude haben dürften. Nirgends prallen analoge und digitale Welt so aufeinander wie in den Arbeitsräumen von Michael Brüsehoff. Und das hat seinen Grund: Mit seiner Firma „Filmtransfer Flensburg“ hat er es sich zur Aufgabe gemacht, Bild- und Tonträger aus vergangener Zeit in die Zukunft zu retten. Ihm zur Hand gehende fachkundige Techniker halten das nötige Equipment ständig auf dem neuesten Stand. Wo gibt es heute noch Abspielgeräte oder Projektoren für VHS, Hi8, VHSC, MiniDV, Betacam und Betamax Kassetten oder Schmalfilme und Tonbänder?

Michael Brüsehoff verhilft dank seiner Ausstattung den alten Schätzen und Erinnerungen hinüber ins digitale Zeitalter, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Jeder, der in der Zeit von VHS und Super8 aufgewachsen ist und seine Aufnahmen erhalten möchte, ist bei ihm an der richtigen Adresse. Selbst gerissene Bänder oder von Schimmelpilz befallene Filmrollen werden gerettet, berichtet der gebürtige Walsroder.

Je nach Lagerung und Qualität leiden bei vielen Magnetvideobändern im Laufe der Zeit auch unter anderem die Farben. Mittels geeigneter Software verhilft Michael Brüsehoff den Filmen zu neuem Glanz und kann Schmalfilme auch in HD oder sogar 4K Auflösung digitalisieren. Auch Untertitel in fast allen Sprachen oder persönliche Sprachkommentare zu den Erinnerungen sind möglich. Das besondere ist hier auch die Möglichkeit seine Filme vorher sichten zu können und so unnötiges auszusortieren berichtet der Experte, der neben Privatkunden auch schon für Flensburger Firmen und Institutionen wie Robbe & Berking, den Historischen Hafen oder der Diakonissenanstalt Flensburg digitalisiert hat. Für letzteres unter anderem das Archiv mit Tonbändern und Kassetten des früheren ,Radio Diako’.

Einige ganz besondere Filmschätze hat Michael Brüsehoff mit entsprechender Erlaubnis auch auf seinem YouTube Kanal veröffentlicht, wie den beeindruckenden Film von Gerd Christiansen mit Norbert Lorck-Schierning, Chef der früheren Flensburger Rumfirma Pott, der mit seiner Yacht Jan Pott 1966 auf großer Fahrt war.
Ein echtes Zeitdokument – und zufällig auch aus dem Geburtsjahr des Wahl-Flensburgers.

Angefangen hat alles damit, dass Michael Brüsehoff, der als ehemals gelernter Schlosser, Messebauer oder Akquisiteur für verschiedene Firmen viel in der Welt unterwegs war, seine eigenen selbst gedrehten Filme von seinen vielen Auslandsaufenthalten digitalisierte, die er bei seinem Umzug von Walsrode nach Flensburg wiederfand. 2011 war das. „Da begriff ich wie wertvoll alte Erinnerungen sein können“, erinnert sich Brüsehoff, der sich schnell in das Thema Digitalisierung von Medien hineinarbeitete und sich das entsprechende Equipment zulegte. Fast zeitgleich feierte sein Film „Goldene Zeiten – Walsrode schaut zurück“ im dortigen Capitol Theater Premiere und wurde mit über 2.000 verkauften DVDs ein beachtlicher Erfolg. Hierfür wurde ihm auch einiges an altem Filmmaterial zur Verfügung gestellt.

Durch die allgemeine Begeisterung für die wieder ins Leben gerufenen Dokumente vergangener Zeiten waren die Weichen für seine jetzige Tätigkeit gestellt. Seither konnte er viele Menschen dadurch glücklich machen. Auch in Flensburg entstand ein Film der ähnlich angelehnt wie der über Walsrode geplant war, dann aber doch eher ein Spiegel der Flensburger Musik & Künstlerszene wurde. Unter anderem mit Protagonisten wie Hannes Wendt (Fuckin’ Kius Band) Pete Sage, Axel Stosberg und Andreas Fahnert von Santiano, Kim Schmidt, Floh Sump (Echt) Cnud Jensen, Ralph Schmedecke,Jan Windmeier (Turbostaat) und dem Volksbad, Porticus oder Kühlhaus.

Der Film ist gelungen war aber etwas zu speziell um auch ein Verkaufsschlager zu sein. Dennoch juckt es ihm wieder in den Fingern. Dann jedoch mit mehr Fachkompentenz die er sich auch durch die Filmwerkstatt der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein holen wird.

Ideen zu Filmprojekten entstehen zusätzlich auch durch die ehrenamtliche Tätigkeit im Seniorenheim der AWO Sandberg bei der er in beratender Funktion Senioren im Umgang mit digitaler Technik behilflich ist. Dabei erzählen die im fortgeschrittenen Lebensalter befindlichen Bewohner gerne mal Interessantes aus dem Nähkästchen vergangener Zeiten.

Zur Digitalisierung gibt es noch zu erwähnen dass selbst die DVD ein Auslaufmodell ist und mancher Kunde wünscht, seine darauf gebrannten Filme in MP4 Format zu übertragen.

Ketten wie Best Buy in Amerika stellen sogar den Vertrieb der Silberlinge vollends ein. Das Streaming-Zeitalter ist nun kaum noch aufzuhalten. Neben Super8 Filmen sind Dias der eigentliche Dauerbrenner. So gut wie jeder aus der Zeit hat, teilweise zehntausende, Dias noch irgendwo im Keller oder auf dem Dachboden liegen. Somit hat Michael Brüsehoff keine Angst vor Stillstand. Zur Zeit bereitet er sich vor auch im Bereich der Kulturgutdigitalisierung Fuß zu fassen. Hier braucht es noch Generationen, um Archive von Bibliotheken, Museen, Stadtarchiven und weiteren Institutionen ins digitale Zeitalter zu verhelfen. Dass Digitalisierung ein heißes Thema ist, ist wohl allgemein bekannt. Alles im allem braucht keiner Angst um seine Schätze zu haben, solange es Menschen wie Michael Brüsehoff gibt.

Weitere Infos unter www.filmtransferflensburg.de
oder Tel. 0461 14689622

Foto: Mario De Mattia AI erzeugt

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