
(CIS-intern) – Wie lassen sich Proteine, Enzyme und andere wertvolle Inhaltsstoffe künftig effizient und gezielt mithilfe von Mikroorganismen herstellen? Welche Chancen bietet die Präzisionsfermentation für die Lebensmittelindustrie – und welche technologischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen sind damit verbunden? Diesen Fragen widmet sich das 8. Flensburger Symposium Food & Biotech am Donnerstag, 8. Oktober 2026, an der Hochschule Flensburg.
Von 10 bis 16.15 Uhr kommen Fachleute aus Wissenschaft und Praxis im H-Gebäude der Hochschule zusammen, um aktuelle Entwicklungen, konkrete Anwendungsbeispiele und Perspektiven der Präzisionsfermentation zu diskutieren. Das Symposium hat sich in seiner inzwischen achten Auflage als Treffpunkt für den Austausch zwischen Lebensmittelwirtschaft, Biotechnologie und Wissenschaft etabliert.
Präzisionsfermentation nutzt gezielt Mikroorganismen wie Hefen oder Bakterien, um bestimmte Proteine, Enzyme oder andere Inhaltsstoffe herzustellen. Die Technologie eröffnet damit neue Möglichkeiten für die Lebensmittelproduktion und die Entwicklung alternativer Proteinquellen. Gleichzeitig stellen sich Fragen nach geeigneten Produktionsverfahren, Prozesskontrolle, Lebensmittelsicherheit und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Nach der Begrüßung und Moderation durch Andreas Nicolai sowie einem Grußwort aus dem Präsidium der Hochschule Flensburg von Prof. Dr. Brigitte Clausen beleuchtet Clemens David Comans zunächst die Präzisionsfermentation aus lebensmittelrechtlicher Perspektive.
Anschließend spricht Dr. Esther Gabor über Chancen und Herausforderungen alternativer Proteine in der mikrobiellen Produktion. Sebastian Bode, M.Sc., geht der Frage nach, ob „Cultivated Meat“ noch Science Fiction oder bereits eine mögliche Proteinquelle der Zukunft ist. Mit der molekularen Prozesskontrolle als Schlüssel zur Weiterentwicklung der Präzisionsfermentation beschäftigt sich Dr. Chantal Treinen.
Zum Abschluss gibt Prof. Dr. Hans Henning von Horsten Einblicke in die enzymkatalysierte Synthese sialylierter Glykane und humaner Milch-Oligosaccharide.
Neben den Fachvorträgen bietet das Symposium bewusst Raum für persönliche Gespräche und fachlichen Austausch. Während der Mittagspause besteht zudem die Möglichkeit zu einem Laborrundgang und damit zu einem direkten Einblick in die biotechnologische Arbeit an der Hochschule Flensburg.
Unterstützt wird die Veranstaltung von Feinkost Popp, Böklunder und Husumer Mineralbrunnen.
Interessierte aus Lebensmittelindustrie, Biotechnologie, Wissenschaft und angrenzenden Bereichen können sich über das Onlineformular der Hochschule Flensburg für das Symposium anmelden: https://hs-flensburg.de/form/symposium-food-biotech.
Veranstaltungsdaten:
- Flensburger Symposium Food & Biotech
Donnerstag, 8. Oktober 2026
10.00 bis 16.15 Uhr
Hochschule Flensburg
H-Gebäude
Foto: Großes Interesse gab es beim Food-Symposium 2025 ; Hochschule Flensburg
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