
(CIS-intern) – Angesichts der am Dienstag anstehenden Beschlussvorlage im Planungsausschuss zum Thema Schiffbrücke trafen sich im Linken-Büro am Sonntagabend spontan Flensburger*innen, um über die Zukunft der Verkehrsplanung rund um die Schiffsbrücke zu diskutieren und auszutauschen.
„Uns war nach den Debatten der letzten Wochen in Flensburg und in den sozialen Netzwerken klar, dass wir für den breiten Wunsch nach einem Raum für eine Debatte unser Parteibüro öffnen wollen. Der am Freitag veröffentlichten Einladung kamen zahlreiche Flensburger*innen nach. Das zeigt, wie hoch der Bedarf für eine Debatte zum Gelingen der Mobilitätswende in Flensburg ist,“ so Daniela Zuze, Kreissprecherin der Flensburger Linken.
„Aus unserer Sicht versucht die Verwaltungsspitze um den Oberbürgermeister Fabian Geyer mit ihrem Antrag für den SUPA hier einen Deckel auf eine längst begonnene Debatte zu schrauben, um einseitig für den Autoverkehr Fakten zu schaffen,“ ergänzt Tjark Naujoks, Fraktionsvorsitzender vom „Linken Bündnis“ in der Ratsversammlung.
Für die Flensburger Linke ist es wichtig, dass die Verwaltung ihren Antrag grundlegend überarbeitet. So fehle es vor allem an einer differenzierten, qualitativen und aussagekräftigen Verkehrszählung in den betroffenen Stadtteilen. Die dann als Grundlage für eine vernünftige und realisierbare Alternative hin zu einer autofreien Schiffbrücke dient und nicht den Status Quo festbetoniert.
„Es gibt viele Menschen in Flensburg, die sich unter anderem im Open-Willy-Projekt zusammengeschlossen und kluge Ideen zur Stadt- und Verkehrsplanung entwickelt haben. Da es hier seitens der Stadt offensichtlich an Kreativität fehlt, können wir gerne den Kontakt zum Open-Willy-Projekt herstellen,“ bietet Daniela Zuze an und Tjark Naujoks meint abschließend: „Der Status Quo mit täglichen stundenlangen Staus auf der Schiffbrücke kann doch für niemanden eine echte Alternative und vor allem zukunftsfähige Lösung für die Stadt Flensburg sein. Stattdessen sollten wir endlich den Mut haben, Verkehrspolitik und Stadtplanung neu zu denken. Es gibt entgegen den allgemeinen Unken-Rufen wirklich integrative Konzepte, die am Ende allen Verkehrsteilnehmer*innen und insbesondere auch dem Autoverkehr nützen!“
Foto: Die Linke


