Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie das dänische Meteorologische Institut (DMI) sagen für kommenden Freitag erhöhte Wasserpegel in Flensburg voraus. Mit prognostizierten Werten von 1,18 -1,20 über Normal Null (Stand: Mittwoch, 15:00 Uhr) wird das Wasser voraussichtlich auch einige Zentimeter über die Kaikante laufen. Es ist damit zu rechnen, dass die Bereiche Schiffbrücke und Norderhofenden von der Sturmflut betroffen sein werden.
Auf Einladung des Oberbürgermeisters haben sich deshalb heute Feuerwehr und Technisches Betriebszentrum (TBZ) abgestimmt, um gut vorbereitet auf die bevorstehende Sturmflut reagieren zu können.
Nach jetzigem Stand ist zwar mit Überschwemmungen im Bereich des Hafens zu rechnen, diese werden sich jedoch bei der angekündigten Wasserhöhe in Grenzen halten. Dabei ist eine gute Vorbereitung aller Beteiligten wichtig. Die Anrainer sind gefragt, wenn es gilt, ihr Eigentum mittels Schotten, Sandsäcken und Pumpen vor dem Wasser schützen. Außerdem sollten Gegenstände aus tief liegenden Gebäudeteilen gesichert werden.
Die Feuerwehr wird zur Unterstützung der Betroffenen ab Freitag Sandsäcke an Selbstabholer ausgeben. Die genauen Zeiten und der Abholort werden noch bekannt gegeben.
Das TBZ wird in der Straße Norderhofenden neben den stationären Pumpen zusätzlich eine mobile Pumpe aufbauen, um den Bereich ZOB und Hafendamm vor Überflutungen zu schützen, wie auch bei der Sturmflutschutzübung am 18. Dezember des Vorjahres geübt.
Seit einigen Wochen verfügt das TBZ auch über eine mobile Flutwand, mit der die ZOB-Kreuzung auf der Schiffbrücke so abgetrennt werden kann, dass dieser Bereich für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge freigehalten wird. Das Setzen dieser Wand ist jedoch bei den prognostizierten Wasserhöhen nicht erforderlich. Das TBZ ist dennoch darauf vorbereitet, die Wand zu stellen, falls der Wasserpegel deutlich über die vorausgesagten Höhen steigen sollte.
Oberbürgermeister Fabian Geyer: “Am Freitag erwarten wir eine Sturmflut, die zu dieser Jahreszeit nicht unüblich ist. Wenn Stadt und Anwohner besonnen handeln, werden wir die Situation gut meistern. Davon bin ich überzeugt. Gleichzeitig bitte ich alle Besucher, im Bereich des Hafens Vorsicht walten zu lassen, um sich nicht in Gefahr zu bringen und die Schutzmaßnahmen nicht zu behindern”.




