Knarzende Türen und leise Sohlen: Flensburger Hochschule eröffnet einzigartiges Tonstudio

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Redakteur
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(CIS-intern) – Hingehört! An der Hochschule Flensburg eröffnet das erste Foley-Studio im Norden. Es ermöglicht Studierenden, ganz spezielle Tonaufnahmen zu machen. Schrott-Wichteln und Filmgespräch zu Eröffnung.

Knarzende Türen, Schritte auf Kies oder rieselnder Sand – im Foley-Studio können diese Geräusche jetzt aufgenommen werden, die Filme der Studierenden nachvertont werden. Das „Irgendwas-mit-Medien-Zentrum“ an der Hochschule Flensburg eröffnet das neues Foley-Studio am Freitag, 18. November 2022, um 14 Uhr im A-Gebäude. Der im Norden einzigartige Aufnahmeraum konnte mit Mitteln der Deutschen Forschungs-Gemeinschaft für die Studiengänge „Medieninformatik“ und „Film & Media Arts“ aufgebaut werden.

Das Foley-Studio ist benannte nach dem Geräuschemacher Jack Foley. „Es ist die englische Bezeichnung für das Erzeugen von Geräuschen in Filmen, Games und Hörspeilen mittels manueller Mittel“, erklärt Hochschul-Dozent Simon Roessler. Mit seiner Hilfe können Studierende für ihre Filme und Sounds aufnehmen. Dabei werden etwa „Schritte auf Holz“ direkt live zum Bild performt, also mit echten Schuhen auf realem Holz. „Oft werden Sounds aber auch geschichtet und mit anderen Materialien ersetzt, für eine knarrende Tür beispielsweise kann auf einem Luftballon gerieben werden“, sagt Roessler.

Da sehr leise Geräusche aufgenommen werden, muss ein Foley-Studio besonders Schall-gedämmt sein. Auch braucht es viele Gegenstände und Materialien, und für Schritte verschiedene Boden-Beläge wie Holz, Sand. Daher steht die Eröffnung, zu der alle Interessierte eingeladen sind, am 18. November unter dem Motto „Schrottwichteln“. Roessler und seine Kolleg*innen freuen sich über mitgebrachte Gegenstände wie Töpfe, Türklinken oder Gummibälle und Materialien wie Stein, Erde, Holz und Sand (bitte verpackt) als Spenden für den Schrott-Vorrat des Studios.

Zum Abschluss der Eröffnungsfeierlichkeiten findet um 16 Uhr das fünfte Filmgespräch des „Irgendwas-mit-Medien-Zentrums“ statt. Adriana Espinal Ortiz berichtet von der Arbeit als Sound-Designerin und wird spannende Einblicke in die Welt der Audio-Postproduktion geben.

Am Abend schließt sich das Programm des dritten Abends der Flensburger Kurzfilmtage an, mit einer Film-Auswahl, in der es immer auch um Ton und Musik geht (Info: filmkorte.de)


Fotos Steven Söther

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