
Ken Norris und Ulf Meyer trafen sich im Herbst 2019. Mit nur einer kurzen Probe spielten sie tags darauf ein fulminantes Konzert voller Intimität, Lebendigkeit und Humor. Zwei Musiker mit ihrer Liebe für Jazz und improvisierte Musik und mit ihrer langjährigen Erfahrung in unterschiedlichsten musikalischen Projekten jonglieren hier enorm spielfreudig miteinander, hören einander zu, reagieren aufeinander, unterhalten sich anhand ihrer ausgewählten Duette. Oder wie Ken es treffend formuliert: „informal conversation based around our favourite songs“.
„Die Bandbreite des Albums reicht vom Lennon/McCartney Klassiker „Blackbird“ über den ikonischen Rocksong der Eagles „Hotel California“ bis zum brasilianischen Pop-Song „Upside Down“ (Djavan/Regina Werneck) und endet mit der Eigenkomposition „Live is But A Breeze“. „Conversations“ lädt ein, sich entspannt dazuzusetzen, zuzuhören – und dieses lebendige Gespräch in Musik einfach zu genießen“ (Laika-Rec.)
Schon wenige Tage nach der Veröffentlichung wurde die CD im NDR begleitend zum Interview als ‚Jazzalbum des Monats‘ gewählt. Auch im Hessischen Rundfunk und SWRundfunk wird gesendet. Nachzuhören in der App ARD-Sounds.
Ken Norris schloss 1990 sein Studium an der Yale University (USA) ab und zog nach Paris, um dort zu performen und seine Studien an der American School of Music und bei seinen zahlreichen Mentoren Europaweit fortzusetzen. Er ist Professor für Vokaljazz an der Hochschule für Musik & Theater Hamburg. Als gefragter Solist mit zahlreichen musikalischen Partnern tritt er auch auf zahlreichen internationalen Festivals auf. Zu seinen musikalischen Interessen gehören die improvisierte Vokalensemblearbeit, die „spontane Vokalese“, Chorarrangements, die Entwicklung von Opernlibrettos, Poesie, Textarbeit und -analyse sowie elektronische Musik.
„Norris ist, ähnlich wie Meyer, einer der unterschätzten Musiker der Republik, aber das mag sich mit diesem Album ändern. Dieser warmen Stimme kann man einfach nicht widerstehen – an Gestaltungskraft, Dynamik und Präzision können ihm wenige das Wasser reichen“ Mauretta Heinzelmann im NDR 1.4.2026
Ulf Meyer wurde in Flensburg geboren. Das melodische Folk-Element in der Musik Skandinaviens – speziell im Jazz-Kontext – hatte einen großen Einfluß auf seinen gitarristischen Stil und seine Kompositionen. Nach vielen Jahren des Reisens und Live-Spielens arbeitet Ulf heute zunehmend als Komponist, Arrangeur und Studiomusiker für Film- und TV-Musik. Er hat eine Reihe von CDs mit instrumentalen Eigenkompositionen herausgebracht. Mit dem New Yorker Bassisten Martin Wind entstanden seit 1994 insgesamt sieben CDs, zwei davon mit der dänischen Schlagzeuglegende Alex Riel, mit dem sie auch auf der Jazz Baltica 2011 vertreten waren.
Mit seinem langjährigen Gitarrenduopartner Christoph Oeding veröffentlichte er 2006 die gemeinsame CD “Early”. Aktuell besteht ein weiteres Duo mit dem E-Bassisten Lars Hansen (CD „Scenes“ 2021). Im Oktober 2022 erschien die zusammen mit Martin Wind im Oktober 2021 in Kopenhagen aufgenommene CD „Time Will Tell“ feat. Billy Test (p) und Alex Riel (dr).
Sponsoren und Förderer: Nospa-Stiftung, FAB, Büro Oeding, Musikschule Flensburg, NDR Kultur.
Foto: Steven Haberland



