
Dieses exklusive Konzert markiert die erste Begegnung zweier europäischer Jazz-Schwergewichte: der Pianist Jan Lundgren und der Kontrabassist Martin Wind haben vieles gemeinsam, doch bisher noch nie auf einer gemeinsamen Bühne gestanden.
Beide wurden Ende der 1960er-Jahre in oder nahe Skandinavien geboren – Jan im Süden Schwedens und Martin in Flensburg, nur wenige Kilometer von der dänischen Grenze entfernt. Beide studierten ihre Instrumente an renommierten klassischen Konservatorien, doch ihre jahrzehntelangen Karrieren sind vor allem durch improvisierte Musik geprägt. Tief verwurzelt in der amerikanischen Jazztradition, haben sie mit einer langen Liste von Legenden zusammengearbeitet, darunter Benny Golson, Johnny Griffin, Lee Konitz und Alex Riel.
Während Martin Wind 1996 mit einem Stipendium der deutschen Bundesregierung in die USA zog und sich dort als Pädagoge und feste Größe der New Yorker Jazzszene etablierte, blieb Jan Lundgren in seiner schwedischen Heimat. Dort gründete er das Ystad Sweden Jazz Festival und wirkt als künstlerischer Leiter sowohl der Stockholmer Konzerthalle als auch des legendären Montmartre Jazz Clubs in Kopenhagen.
Lundgren tritt regelmäßig in ganz Europa auf, zuletzt vor allem mit dem Mare Nostrum Trio, in dem sein Klavierspiel ideal mit den Klangwelten des sardischen Trompeters Paolo Fresu und des französischen Akkordeonisten Richard Galliano verschmilzt. Er veröffentlicht regelmäßig beim Berliner Label ACT Records, während Martin Wind schon seit vielen Jahren seine Alben in Zusammenarbeit mit Laika Records veröffentlicht.
Kurzbiografien
Jan Lundgren (geb. 1966 in Südschweden) erhielt frühzeitig eine klassische Klavierausbildung in Malmö, bevor er sich dem Jazz verschrieb. Als erster skandinavischer Pianist trat Lundgren mit seinem Trio 2000 in der Carnegie Hall auf, ein Meilenstein in der internationalen Karriere, in deren Verlauf Lundgren über 50 Alben als Leader oder Co-Leader veröffentlicht hat. Sein Stil vereint europäische Klassik, nordische Folklore, amerikanische Jazztradition und lyrische Improvisation.
Lundgren ist künstlerischer Leiter des Ystad Sweden Jazz Festival und des Jazzhus Montmartre in Kopenhagen. Seit 2022 ist er Mitglied der Königlich Schwedischen Musikakademie und gilt als Schlüsselfigur einer modernen europäischen Jazzidentität.
Martin Wind (geb. 1968 in Flensburg) ist Bassist und Komponist Er studierte in Köln und New York, wo er seit 1996 lebt und arbeitet. Er gewann namhafte internationale Preise und wurde im Jahr 2000 als erster Jazzmusiker mit dem Kulturpreis des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Als Leader oder Co-Leader hat Wind mehr als 20 Alben veröffentlicht, “New York Bass Quartet – Air “(2022) enthält Liner Notes von Ron Carter und wurde in der renommierten Zeitschrift DownBeat Magazine als „Bass-Manifest“ gefeiert. 2026 erschien das international hochgelobte Album Stars mit Anat Cohen, Matt Wilson und Kenny Barron. Wind arbeitete u. a. mit Pat Metheny, John Scofield, Philippe Chatherine, Michael und Randy Brecker u.v.a. mehr zusammen. Bis 2023 begleitete er als Mitglied des Kennedy Center Honors Gala Orchesters KünstlerInnen wie Renée Fleming, John Legend, James Taylor, Diana Reeves und Aretha Franklin. Als Komponist und Arrangeur realisierte Wind zuletzt sein Basskonzert Legacy (2018), sowie eine Bearbeitung von Beethovens Fünfter Sinfonie für Bassensemble, uraufgeführt 2025 beim Kongress der International Society of Bassists (ISB).
Foto: Jan Kundgren privat


