Ein Blick über den Tellerrand

Den Horizont erweitern, ein Semester ins Ausland gehen - Studierende nutzen diese Möglichkeit immer öfter, unterstützt von den Auslandsämtern der Universitäten. Auch für Lehramtsstudierende kann ein Auslandsaufenthalt durchaus interessant und bereichernd sein. So erfahren sie zum Beispiel eine Menge über die Schulsituationen in anderen Ländern. Am vergangenen Mittwoch berichteten Lehramtsstudierende der Universität Flensburg über ihre Auslandserfahrungen, die sie jenseits des Atlantiks machten.

Tegucigalpa, die Hauptstadt von Honduras in Zentralamerika, ist Sitz zweier Universitäten. Eine davon, die Universidad Pedagógica Nacional Francisco Morazán (UPNFM) ist Partner der Universität Flensburg. Seit 2002 bestehen im Rahmen eines Kooperationsvertrags zwischen den zwei Universitäten intensive Kontakte, unter anderem in Form von fachbezogenen Beratungen, Dozenten- und Studierendenaustausch sowie eines Doktorandenprogramms. Die Partnerschaft kam u. a. durch Prof. Dr. Wolfgang Teschner zu Stande, der im Auftrag der GTZ (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) mehrere Jahre als bildungspolitischer Berater der Regierung in Honduras tätig war. Die Unterschiede zu Deutschland seien gewaltig, so Teschner. Honduras zählt zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Im Vergleich zu den übrigen Ländern der westlichen Hemisphäre ist das Bildungsniveau der Bevölkerung äußerst niedrig. Schätzungsweise sind rund 30 Prozent der über 15-jährigen Analphabeten. Die Schulbesuchsdauer beträgt im Durchschnitt 4,5 Jahre. Diejenigen, die es schaffen, die Primaria (Grundschulbildung) abzuschließen, benötigen dafür etwa 10 Jahre.

Die vier Flensburger Studentinnen, die im vergangenen Jahr ein 8-wöchiges Schulpraktikum an einer in Honduras überdurchschnittlich gut ausgestatten, öffentlichen Grundschule absolvierten, waren erstaunt über das, was die Kinder dort alles leisten müssen. 7.00 Uhr morgens begann der Unterricht und endete gegen 13.30 Uhr. Computerunterricht, Mathematik, Werken oder Kalligrafie standen auf dem Stundenplan. Beim täglichen Unterrichten von 35 Kindern, in einer für sie noch recht fremden Sprache, lernten die angehenden Lehrerinnen flexibel und gelassen zu werden. Ein Blick über den Tellerrand sei sinnvoll, so die Meinung der Studierenden. Der Umgang mit einer fremden Kultur und Sprache habe ihnen gezeigt, welche sprachlichen Hürden ausländische Kinder an deutschen Schulen vermutlich zu überwinden haben.

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Text:Dr. Helge Möller, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 


„Fitness Club 50+“ bringt Bewegung in den Alltag






Sportzentrum der Universität Flensburg eröffnet Fitness-Club für Menschen über 50

Mit einem neuen Angebot spricht das Sportzentrum der Universität Flensburg jetzt auch gezielt ältere Menschen an: Der neue „Fitness Club 50+“ wurde speziell für Frauen und Männer im Alter ab 50 Jahren gegründet.

„Oft kommt die Bewegung im Alltag zu kurz“, hat Dr. Thorsten Ohldag, Leiter des Sportzentrums, festgestellt. „Darum möchten wir unseren Besuchern zeigen, wie sie wieder in Bewegung kommen.“ Um Leistungssport gehe es dabei nicht. „Wir legen Wert auf ein gesundheitsorientiertes Fitnesstraining, das auf die körperlichen Fähigkeiten des Einzelnen abgestimmt ist.“ Unter Anleitung einer ausgebildeten Trainerin werden im „Fitness Club 50+“ mit Hilfe verschiedener Übungen Ausdauer und Kraft gestärkt. Thorsten Ohldag: „Ob Sportinteressierte allein oder mit ihren Freunden zu uns in den Club kommen – sie werden feststellen, wie viel Spaß Sport in der Gruppe macht und wie effektiv er für den Alltag ist.“

Mit der Gründung des neuen Clubs startet das Sportzentrum der Uni Flensburg ein neues Kapitel seiner Erfolgsgeschichte. Im Herbst vergangenen Jahres erreichte es bei einem bundesweiten Ranking unter 156 Universitäten und Fachhochschulen einen Spitzenplatz: Nur die TU Clausthal landete mit der Note 1,6 vor dem Förde-Hochschulsport. Die Uni Flensburg konnte sich mit der Note 1,7 über den zweiten Platz freuen. 200 Mitglieder zählte das Zentrum bei seiner Gründung im Jahr 2002, inzwischen halten sich rund 1600 Frauen und Männer in 107 Kursen fit.

Der „Fitness Club 50+“ im Cybex Fitness Club der Uni Flensburg (Campushalle), Campusallee 2, ist montags bis freitags von 8 bis 10 Uhr geöffnet. Nähere Informationen erteilt Thorsten Ohldag vom Sportzentrum der Universität Flensburg: Telefon 0461 – 805 2711,
E-mail: ohldag@uni-flensburg.de.

Text: Julia Boecker, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit



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