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Überraschungsfest der Volksmusik
Interview mit Maria & Margot Hellwig

HellwigFL-Szene: Heute Abend sind Sie beide als Stargäste beim Überraschungsfest der Volksmusik hier im ganz hohen Norden, in Flensburg, mit dabei. Sie haben für Ihre Fans in ganz Deutschland gesungen und gejodelt, und es gibt wahrscheinlich keine Veranstaltungshalle, die Sie nicht kennen. Daher meine Frage an Sie beide: Was ist dran an der weitläufigen Meinung, das die kühlen Norddeutschen bei solchen Veranstaltungen wie heute Abend nur schwerlich aus sich heraus kommen?

Maria und Margot Hellwig: Ganz und gar nichts ! Die Norddeutschen sind sehr
aufnahmefähig, und machen gerne mit. Wichtig ist, dass man als Künstler an das was man
macht, auch selbst glaubt. Vormachen lässt sich das Publikum gar nichts.

FL-Szene: Die Hallen auf der Tournee sind voll, und nicht nur die ältere Generation kommt zu den Shows. Nein, auch die Jungen erfreuen sich daran. Wie erklären Sie sich die niemals abgebrochene gesellschaftliche Faszination der Volksmusik ?

Maria und Margot Hellwig: Dass wir die jungen Menschen wieder in den Shows haben, ist hauptsächlich der Verdienst vom Florian. Das ist natürlich ein großer Vorteil für die gesamte Szene, dass der Flori als junger Showmaster zu uns gekommen ist, und natürlich auch ein junges Publikum zieht. Durch die Volksmusik schalten die Menschen vom Alltag ein bisschen ab. Es ist eine leichte Art der Unterhaltung, und das wollen die Menschen. Wenn man die manchmal traurigen Nachrichten anschaut oder liest, dann ist es eine willkommene Abwechslung.

FL-Szene: Auf der Bühne vermitteln Sie sehr viel Fröhlichkeit. Fällt das manchmal schwer, wenn man persönlich gerade Sorgen hat, sich nicht wohl fühlt, oder ist ihre Musik für Sie selbst in solchen Situationen auch aufbauend?

Maria und Margot Hellwig: Dann geht man entweder nicht auf die Bühne, oder
man vergisst es auch auf der Bühne. Unsere Musik ist ganz bestimmt auch für uns
selbst sehr aufbauend. Wir singen immer, auch zu Hause. Wenn man singt, kann man
nicht traurig sein. Außerdem sind wir auf der Tournee hier immer unter netten
Kollegen, es „wuselt“ hinter der Bühne, und es ist immer etwas los. Da wird man
auch aus einer möglichen trüben Stimmung schnell herausgerissen.

FL-Szene: In Ihrem Terminkalender für dieses Jahr sind jetzt schon zu Beginn des Jahres
annähernd 80 Shows vermerkt. Das erfordert doch ein ganz besonders hohes Maß an
Kondition und Konzentration. Woher holen Sie sich die Kraft, die Sie für Ihre Auftritte
brauchen?

Maria und Margot Hellwig: Wer immer auf Tournee gegangen ist, ist fit. Wichtig ist für
uns das Einsingen. Man kann nicht einfach so drauflos singen. Im Alter wären die
Stimmbänder schon sehr beleidigt, wenn sie nicht eingesungen werden.


FL-Szene: Mit der Edelweiss-Tournee in diesem Jahr nehmen Sie aber Abschied vom gemeinsamen Tourneeleben. Was folgt danach? Wird das erfolgreichste Volksmusik-Duo Maria und Margot Hellwig dennoch weiterhin gemeinsame Auftritte geben?

Maria Hellwig: Viele Tage hintereinander auf Tour zu sein, ist mittlerweile schon sehr anstrengend. Wir werden aber weiterhin bei vielen Galas singen. Margot Hellwig: Mein lieber Mann wird heuer auch 80 Jahre, und da habe ich ihm versprochen, häufiger zu Hause zu sein.

FL-Szene: Im Jahre 1963 erschien Ihre erste gemeinsame Single.
Was in den folgenden Jahrzehnten geschah, ist eine in der Showbranche beispiellose,
großartige Karriere. Was raten Sie heute jungen Künstlern, die in dieser Branche
ebenfalls Fuß fassen möchten?

Maria und Margot Hellwig: Man sollte auf jeden Fall einen bürgerlichen Beruf erlernen, für den Fall, dass es nicht klappt. Und wenn die Karriere erst einmal gestartet ist, sollte man dennoch immer dazu lernen. Das ist wohl besonders wichtig. Nie zu denken, man hätte ausgelernt, und dabei immer offen für Neues sein.

FL-Szene: Ihre Tourneen brachten Sie bis nach Russland, Amerika, Afrika, Japan, Kanada und selbst bis nach Hawaii. Gibt es einen besonderen Ort, an dem Sie sehr gerne einmal gejodelt und gesungen hätten, was aber niemals in Erfüllung gegangen ist?

Maria und Margot Hellwig: Mei, gejodelt. Es heißt immer die „Jodelköniginnen“ – wir
haben ja hauptsächlich gesungen. Privat gibt es ganz sicher Orte, an denen wir sehr
gerne einmal Urlaub gemacht hätten - China zum Beispiel.

FL-Szene: Wenn Sie sich ein Konzertticket wünschen dürften, zu welchem Künstler würden Sie dann persönlich und ganz privat am liebsten gehen?

Margot Hellwig: Ich würde am liebsten zur Gruberova nach München gehen. Ich war bereits beim Liederabend von der Gruberova im Herkules Saal im vergangenen Jahr, und ich bin Heim gegangen, und habe gedacht: Ich muss üben ! So eine Stimme wird man nie erreichen. Sie ist ein Jahrhunderttalent. Es hat mir schon einen großen Schwung gegeben.
Maria Hellwig: Ja, das stimmt. Sie ist auch meine Lieblingssängerin. Es wäre mein
Wunsch, sie einmal kennen zu lernen.

FL-Szene: Und unsere letzte Frage, die wir allen Künstlern heute stellen: Wer wird Fußballweltmeister in diesem Jahr?

Maria und Margot Hellwig: Hoffentlich Deutschland


FL-Szene: Vielen herzlichen Dank, dass Sie sich für uns die Zeit genommen haben. Es war für uns eine große Ehre, Sie interviewen zu dürfen.

Maria und Margot Hellwig: Sehr gerne !


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