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Verschuldung privater Haushalte weiterhin hoch

Autor: WERBUNG am 28.04.2018

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Der letzte von der Creditreform aufgelegte Schuldenatlas hat es wieder einmal zu Tage gebracht. Die private Verschuldung in Flensburg und in der Region liegt weiterhin über dem Durchschnitt. Allerdings auf einem leicht niedrigeren Niveau als noch in den vergangenen Jahren.

Foto: Mario De Mattia

Wenn man genau hinsieht, liegt das jedoch keinesfalls daran, die die Flensburger nicht mit Geld umgehen können, sondern paradoxerweise auch an der guten wirtschaftlichen Lage. Viele leisten sich wieder etwas und nehmen hierfür auch Kredite auf. Bei den Hausfinanzierungen sind vor allem etwas höhere Immobilienpreise zu berücksichtigen. Interessant ist auch, dass hinzuziehende Flüchtlinge statistisch gesehen einen positiven Effekt auf die Schuldenbilanz haben, da sie für die Karteien von Creditreform und Schufa erst einmal schuldenfrei zuziehen.


Harte Überschuldungsfälle gehen laut Creditreform zurück
Insgesamt gelten nur noch etwa 6.600 Flensburger als hart überschuldet, so wie sich das Inkassounternehmen Creditreform ausdrückt. Der überwiegende Teil der Überschuldungsfälle ist auf Merkmale zurückzuführen, die noch nicht zu negativen Einträgen in den Schuldnerkarteien bei der Creditreform oder bei der Schufa geführt haben. Hierbei werden vor allem die Fälle berücksichtigt, in denen die gestiegene Jobsicherheit, höhere Einkommen sowie der allgemein positive wirtschaftliche Ausblick zu mehr Kauflaune und mehr Kreditaufnahmen für den Konsum geführt haben. Der Zuzug von Flüchtlingen, die zwar die Bevölkerungszahl erhöhen, aber im Allgemeinen erst einmal keine Schulden mitbringen, könnte auch ein wenig zur Verbesserung der Statistik beigetragen haben. Bei der Höhe der Schulden spielt eine Rolle, dass viele, die sich den Traum vom Eigenheim erfüllt oder eine Eigentumswohnung gekauft haben, etwas tiefer in die Tasche greifen mussten und insgesamt mehr Objekte den Besitzer wechseln.


Preise beim Wohnungskauf auf mittlerem Niveau mit leicht steigender Tendenz
Im Gegensatz zu den großen Hotspots wie Hamburg, München oder Berlin geht es auf dem Flensburger Immobilienmarkt noch recht gemütlich zu. Die Preise auf dem Immobilienmarkt bewegen sich eher im mittleren Bereich. Für eine große Wohnung mit 110 bis 140 qm in Tarup oder Fruerlund müssen laut Immobilienscout zurzeit etwa 310.000 € auf den Tisch gelegt werden. In der Nordstadt ist eine Wohnung mit 90 qm für knapp 100.000 € zu haben. Wesentlich teurer ist es in Mürwick und Solitüde, aber auch in Westliche Höhe mit dem begehrten Generalsviertel. Im Durchschnitt ist eine leichte Verteuerung gegenüber den vergangenen Jahren sichtbar, allerdings nur im einstelligen Bereich. Im Luxussegment kam es dagegen zu kräftigen Steigerungen. Mittlerweile wechseln auch etwas mehr Wohnungen und Häuser den Besitzer, was natürlich wegen der begleitenden Immobilienfinanzierungen auch einen leichten Anstieg in der Schuldenbilanz privater Haushalte hat. Hinzu kommen Modernisierungen, vor allem hinsichtlich einer verbesserten Energieeffizienz, die auch mit Darlehen finanziert werden.


Viele sparen für die eigene Wohnung an
Nicht wenige Flensburger haben die Absicht, sich den Traum vom eigenen Heim in den nächsten Jahren zu erfüllen. Sie sparen daher schon kräftig an. Die guten wirtschaftlichen Aussichten machen derzeit Vieles möglich. Allerdings bringen die aktuellen Niedrigzinsen keine Zinsausbeute, jedenfalls nicht bei den festverzinslichen Papieren. Bei einigen Banken gibt es sage und schreibe nur noch nur noch 0,00 % Zinsen auf das Tagesgeld. Für dieses Jahr sind auch keine Zinserhöhungen mehr abzusehen, wenn man den Experten glauben darf. Gefragt sind vor allem Anlagen in ETFs. Das sind Indexfonds, die zum Beispiel einen Index wie den DAX abbilden und von dessen Kursentwicklung profitieren können. Der Vorteile liegen in den niedrigen Kosten beim Kauf der Anteile und in der guten Risikomischung im Vergleich zu Einzelkäufen bei Aktien. Die besten ETFs und passende Online Broker gibt es bei aktiendepot.net. Der eine oder andere versucht zudem mit dem Kauf von binären Optionen oder mit CDFs etwas mehr aus seinem Ersparten zu machen. Das ist allerdings mehr etwas für risikobewusste Anleger und nicht unbedingt jedem zu empfehlen.




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