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Handball in Flensburg: Pokern als Saisonabschluss, dann beginnt die Vorbereitung

Autor: CIS am 16.07.2017

Campushalle

Die Saison 2016/2017 werden die Flensburger Handballer wohl unter dem Motto „knapp vorbei ist auch daneben“ abhaken müssen. Dreimal ist man kurz vor dem Ziel gescheitert und stand am Ende mit leeren Händen da. Da heißt es, das alles möglichst schnell abzuhaken und nach vorne zu blicken.

Foto: By Discostu (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Glaubt man den Berichten von Flensburger Bürgern, haben einige Spieler dazu ein bestimmtes Ritual entwickelt. Sie treffen sich im Casino Flensburg und beenden die Saison mit einer Runde Poker. Der Sieger muss die anderen im Anschluss zum Essen einladen. Gerne gehen die Spieler dabei ins „Peter Pane“. Nach einer anstrengenden Saison kann man sich ja mal etwas gönnen.

Dabei treffen die Spieler auch auf ihre Fans und können sich so persönlich für die tolle Unterstützung bedanken. Das Fan-Interesse in Flensburg und für den Handball generell ist in den letzten Jahren wieder stärker geworden. Das beobachten Branchen-Experten ganz genau. Sie sehen einen starken Zusammenhang zwischen den steigenden Zuschauerzahlen – in der Halle und vor dem Fernseher – und dem steigenden Interesse an Live-Sportwetten. Sie ziehen den Schluss, dass ein Wetteinsatz automatisch auch zu einem größeren Engagement bei dem entsprechenden Spiel führt. Egal woher das gestiegene Interesse am Handball herkommt, die SG Flensburg-Handewitt freut sich definitiv wieder über jeden Zuschauer, der den Weg in die Flens-Arena findet. Der Einzelkartenverkauf beginnt am 10.8. Ab diesem Tag können Dauerkarten-Inhaber auch wieder ihre Dauerkarte abholen.

Die SG hat sich dieses Jahr mit Sicherheit einiges vorgenommen.

Als Tabellenzweiter und damit als Vize-Meister hat die SG Flensburg-Handewitt die Bundesliga-Saison 2016/2017 beendet. Die Mannschaft war mit dem Ziel Meister zu werden in die Saison gestartet, musste sich aber am Ende hinter den Rhein-Neckar Löwen einsortieren. Die Löwen spielten eine sehr starke Saison und waren vor allem in den Entscheidungsspielen das entscheidende Quäntchen besser.

Auch im DHB-Pokal reichte es am Ende nur zum Vize-Titel. Der THW Kiel holte sich hier die Krone und besiegte die Flensburger im Endspiel relativ deutlich mit 29:23 (13:12). Vor allem eine sehr starke zweite Halbzeit verhalf den Kielern zu diesem Triumph.

In der EHF Champions League war für die Flensburger im Halbfinale Schluss. Sie verloren sowohl Hin- als auch Rückspiel gegen den HC Vardar Skopje aus Mazedonien. Damit verpassten sie kurz vor Schluss den Einzug in das EHF Final Four in Köln.

Alles in allem war die Saison 2016/2017 somit eine Saison ohne Titel für die SG Flensburg-Handewitt. Spieler und Verantwortliche des Nord-Clubs sprechen aber trotzdem von einer guten Saison, da man immerhin zweimal Zweiter wurde und es in der Champions League bis ins Halbfinale geschafft hat.

Für die Saison 2017/2018 stehen wieder Titel auf dem Plan. Die SG ist abermals in der EHF Champions League vertreten und hat damit theoretisch die Chance auf drei Titel in der kommenden Saison.
Der Auftakt findet am 27.08.2017 um 12:30 Uhr mit dem Bundesliga-Heimspiel gegen den TuS N-Lübbecke statt. Dann wird mit Sicherheit auch wieder der älteste Fanclub „Die Wikinger“ mit dabei sein. Ähnlich wie einige Spieler nach der Saison, hat dieser Club eine Tradition rund um das Pokern aufgebaut. Für längere Auswärtsfahrten wird immer ein Bus gemietet und die ersten beiden Tische sind für Poker-Spiele reserviert. Besonders neue Mitglieder im Fanclub sind dann gerne dort gesehen.

Bis „Die Wikinger“ ihre Mannschaft wieder unterstützen können, hat diese aber noch einiges zu tun, um in allen drei Wettbewerben wieder angreifen zu können. Ein großes Problem haben die Flensburger dabei auf der Torhüter-Position bekommen. Ersatz-Keeper Kevin Möller hatte sich Mitte Juni bei einem Lehrgang der dänischen Nationalmannschaft im Adduktorenbereich verletzt. Die notwendig gewordene Operation ist gut verlaufen, der Torhüter wird den Flensburgern aber wohl trotzdem noch bis Dezember fehlen.

Die Offiziellen der SG konnten diese Situation lösen, indem sie den Dänen Rasmus Lind aus dem Ruhestand zurückholten. Lind hatte bis zum Sommer beim dänischen Erstligisten Team Tvis Holstebro gespielt und dann die Handball-Schuhe an den Nagel gehängt. Er erhält einen Sechs-Monats-Vertrag und wird Stamm-Torhüter Mattias Andersson unterstützen.

Auch auf weiteren Positionen hat sich der Kader der Flensburger verändert. Der Verein hat dabei bis jetzt vier Abgänge zu verzeichnen. Anders Eggert wechselt zu Skjern Håndbold, Johan Jakobsson geht zum IK Sävehof, Peter Dordić zu Brest GK Meschkow und Bogdan Radivojević wird demnächst für die Rhein-Neckar Löwen gegen seinen alten Verein auflaufen.

Außer mit Rasmus Lind hat sich die SG bis jetzt mit folgenden Spielern verstärkt. Magnus Rød kommt vom Verein Bækkelaget Håndball Elite, Simon Jeppsson von LUGI HF und Marius Steinhauser trifft im Trikot der Flensburger in der nächsten Saison auf seine alten Kollegen von den Rhein-Neckar Löwen.

Die bedeutendste Veränderung hat es aber auf der Trainerbank gegeben. Nach sieben Jahren verlässt Cheftrainer Ljubomir Vranjes den Verein. Er wird neuer Cheftrainer des ungarischen Erstligisten KC Veszprém.

Sein Nachfolger wird ein alter Bekannter in Flensburg: Maik Machulla.
Der 40-Jährige gehört seit 2012 zur SG Flensburg-Handewitt und hat in seiner aktiven Zeit auf der Position Rückraum Mitte gespielt. Bereits in seinem ersten Jahr war er aber stärker in seine Tätigkeit als Assistenztrainer eingebunden, als selber zu spielen. Nach seinem Karriereende nach der Saison 2013/2014 war er dann nur noch als Co-Trainer unter Ljubomir Vranjes tätig. Seit Juli 2017 ist er offizieller Cheftrainer der Flensburger.


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