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Offshore-Windparkbeteiligung der Stadtwerke Flensburg liefert ersten Strom

Autor: CIS am 30.01.2015

Borkum

Seit letztem Wochenende liefert der Windpark Borkum erstmals Strom in das deutsche Netz. Die Anlage ist der erste rein kommunale Offshore-Windpark Europas. Die Stadtwerke Flensburg sind mit einem Anteil von 6% am 200 Megawatt-Windpark beteiligt. Das entsprich rund 15% der elektrischen Leistung der neuen Gas- und Dampfturbinenanlage im Flensburger Kraftwerk.

Foto: Stadtwerke Flensburg

„Über Weihnachten wurde unser Windpark an das Höchstspannungsnetz angeschlossen, am Wochenende ist die erste Anlage in Betrieb genommen worden. Die Erzeugung von grünem Strom aus Windkraft passt optimal zu unserer strategischen Ausrichtung unserer Unternehmensstrategie „Energie im Wandel – Kraft aus Kontinuität.“, berichtet Stadtwerke-Geschäftsführer Maik Render. Der Offshore-Windpark mit seinen 40 Windenergieanlagen liegt rund 45 Kilometer vor der Küste der Nordseeinsel Borkum. Die Errichtung des reinen Windparks wurde Mitte 2014 abgeschlossen. Die mehrfache Verschiebung der Netzanbindung durch den Übertragungsnetzbetreiber hatte den Netzanschluss und damit die Stromlieferung allerdings bis zum Jahreswechsel verzögert.

Insgesamt zählen 40 Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 5 Megawatt zum Windpark. Sie sollen bis zum Frühjahr nach und nach zugeschaltet werden. Für die Inbetriebnahme der einzelnen Windanlagen ist das unter norwegischer Flagge fahrende Spezialschiff AKER WAYFARER im Einsatz. Es ist 157 Meter lang, mit zwei Schwerlastkränen ausgestattet und hat neben der Crew bis zu zehn Techniker an Bord. Zusätzlich verfügt das Schiff über eine Ampelmann-Gangway, die in der Lage ist, mit einer speziellen Hydraulik bis zu vier Meter hohe Wellen auszugleichen.

Die Inbetriebnahme eines Windrades erfolgt in vier Schritten. Erst gehen die Anlagen in den sogenannten Trudelbetrieb. Dabei dreht die Turbine sehr langsam, um warm zu laufen und die notwendige Betriebsdrehzahl zur Netzsynchronisation zu erreichen. Der zweite und dritte Schritt sind die Inbetriebnahme des Umrichters und des Generators, der letztendlich den Strom erzeugt. Zuletzt erfolgt der Übergang in die Einlaufphase mit den Abschlussarbeiten bis zum Beginn des Probebetriebs. Der Wind muss mit mindestens drei Windstärken (entspricht 14,4 km/h) wehen, um das Windrad betreiben zu können. Zugleich darf nicht mehr als Windstärke sieben (entspricht 54 km/h) herrschen, um den Technikern den sicheren Übergang vom Schiff zur Anlage zu ermöglichen.

Die Windkraftanlagen selbst sind so ausgelegt, dass sie auch bei schwerem Sturm (25 m/s entspricht 90 km/h) noch Strom produzieren könnten.

Die technische Betriebsführung des Windparks Borkum erfolgt von Land aus. Alle Windenergieanlagen und das Umspannwerk können aus dem Betriebsbüro in Emden überwacht und gesteuert werden.  

Der Trianel Windpark Borkum wird pro Jahr auf Basis der erwarteten 4.000 Volllaststunden rund 800 Gigawattstunden Strom (800 Mio. kWh) produzieren. Damit reicht die jährliche Stromproduktion aus, um rechnerisch rund 230.000 Haushalte zu versorgen. Der Stadtwerke-Flensburg-Anteil reicht für rund 14.000 Haushalte. An dem Offshore-Windpark sind neben den Stadtwerken Flensburg und der Trianel GmbH weitere 32 Stadtwerke und Regionalversorger aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz beteiligt.

PM: Stadtwerke Flensburg


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