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Seenotretter retten vierköpfige Familie aus der Ostsee bei Sonderborg

Autor: CIS am 07.08.2016

Seenot

Der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen dänischen und deutschen Seenotrettern verdankt eine vierköpfige Familie aus Dänemark den glücklichen Ausgang ihres Motorboot-Törns in der Westlichen Ostsee. Das Seenotrettungsboot JENS FÜERSCHIPP der Freiwilligen-Station Gelting der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachte Boot und Besatzung am Samstag, 6. August 2016, nach starkem Wassereinbruch sicher ins dänische Sonderburg.

Foto: Das Seenotrettungsboot JENS FÜERSCHIPP der DGzRS ist in Gelting stationiert. (Foto: DGzRS – Die Seenotretter / Per Kasch / Severin Wendeler)

Gegen 15.50 Uhr alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS die JENS FÜERSCHIPP und den Seenotrettungskreuzer NIS RANDERS. Die dänische Küstenfunkstelle Lyngby Radio hatte den Notruf der Familie weitergeleitet (Mayday Relay). Vor der Südostspitze der dänischen Insel Alsen drang in ein gut neun Meter langes Motorboot mit Mutter, Vater und zwei Kindern an Bord viel Wasser ein.

Die beiden deutschen Rettungseinheiten befanden sich zu diesem Zeitpunkt vor Hasselberg aufgrund einer Übung beim dortigen Strandfest. Dies erwies sich als glücklicher Umstand, der die Anfahrt zum Havaristen verkürzte. Auch ein Such- und Rettungshubschrauber der dänischen Marine nahm Kurs auf das Motorboot.

Der Hubschrauber traf als erste Rettungseinheit vor Ort ein. Er setzte ein Besatzungsmitglied mit einer Lenzpumpe auf den Havaristen ab. Wenige Minuten später waren auch die JENS FÜERSCHIPP und die NIS RANDERS vor Ort. Bei nordwestlichen Winden um fünf Beaufort und etwa einem Meter Seegang ging die JENS FÜERSCHIPP bei dem Motorboot längsseits und unterstützte die Lenzarbeiten.

Das Seenotrettungsboot schleppte den Havaristen längsseits sicher in den Hafen von Sonderburg. Während der dreistündigen Schleppreise musste die Lenzpumpe ununterbrochen laufen. „Wir waren erstaunt, wie viel Wasser sie außenbords förderte. Ohne Pumpenhilfe wäre das Boot verloren gewesen“, sagte die freiwillige Seenotretterin Birgit Heinze nach dem Einsatz.

Gegen 21.30 Uhr machte die JENS FÜERSCHIPP in Gelting fest. Die freiwilligen Seenotretter meldeten sich bei der SEENOTLEITUNG BREMEN wieder „klar P3“ – einsatzbereit auf ihrer Station.


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