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Flensburg - Schiffbrücke-Parkplätze: Nur „Hübschmachen“ genügt nicht

Autor: CIS am 07.07.2016

schiffbrücke

Das Parkplatzangebot im Umfeld der Schiffbrücke ist für Kunden und Mitarbeiter dort ansässiger Betriebe ein erfolgsentscheidendes Standortkriterium. Dies müsse bei der wieder aufgenommenen Diskussion um den Parkraum unbedingt bedacht und berücksichtigt werden, so Björn Ipsen, Hauptgeschäftsführer der IHK Flensburg.

Foto: Mario De Mattia

„Bevor man Parkplätze dezimiert, müssen in einem schlüssigen Konzept zunächst Ausweichmöglichkeiten gefunden und vor allem ein verlässliches Parkleitsystem entwickelt werden. Bloße Experimente zu einer alternativen Nutzung, wie jetzt erneut angekündigt, liefern da keine Lösungen“, so Ipsen, der zugleich auf eine Umfrage der IHK unter 539 Betrieben im Einzugsbereich der Schiffbrücke aus dem vorletzten Jahr verweist.

Demnach stufen 67 Prozent der Umfrageteilnehmer den Parkraum als für ihren Betrieb „wichtig“ oder „sehr wichtig“ ein; 57 Prozent fürchten bei einer ersatzlosen Entfernung von Parkflächen an der Schiffbrücke negative Auswirkungen. 64 Prozent halten das Parkplatzangebot in der Innenstadt insgesamt für unzureichend. 62 Prozent sind für den Erhalt des jetzigen Kontingents an der Schiffbrücke. Sollte es doch zu einer teilweisen Verlagerung kommen, so müsste nach Auffassung von 83 Prozent der Umfrageteilnehmer Ersatz in der City geschaffen werden. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) fordern sogar Ausweichmöglichkeiten im Umkreis von 500 Metern. Allerdings: Für eine Umgestaltung sind die Befragten durchaus offen. 71 Prozent plädieren für eine Aufwertung und Belebung der Schiffbrücke durch ein erweitertes touristisches Angebot, nur 29 Prozent sind dagegen.

Björn Ipsen: „Sicherlich lässt sich der Bereich der Hafenstellplätze attraktiver gestalten. Vor der Kür steht aber die Pflicht. Wir benötigen eine Planung mit Hand und Fuß, die nicht zu Lasten der Gewerbetreibenden geht und am Ende auch für Verdruss bei den Besuchern sorgt, die man für diesen Bereich eigentlich gewinnen möchte.“

PM: IHK Flensburg


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