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Start für das Deutsch-Dänische Demantec-Projekt

Autor: CIS am 19.05.2016

HS

Sie gehen nicht weniger als eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung an: Unter der Leitung der Hochschule Flensburg sollen Techniken und Prozesse entwickelt werden, die die Lebensqualität von Demenzkranken erhöhen – und das Pflegepersonal entlasten.   

 

Bild: Wollen die Lebensqualität der Demenzerkrankten verbessern und die Pflegekräfte entlasten: Prof. Dr. Thomas Severin (links) und Prof. Dr. Bosco Lehr von der Hochschule Flensburg. Foto: Gatermann

 

Es sind bedenkliche Entwicklungen, die da auf die Gesellschaft zukommen: Der steigenden Anzahl von Pflegebedürftigen steht ein immer größerer Mangel an Fachkräften gegenüber. „Im Alter nimmt die Anzahl der Komorbiditäten zu. 1,6 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt. In den kommenden Jahren wird die Zahl der dementiell Erkrankten stark steigen“, sagt Prof. Dr. Bosco Lehr, Leiter des Instituts für eHealth und Management im Gesundheitswesen an der Hochschule Flensburg, unter deren Leitung das deutsch-dänische Interreg-Projekt „Demantec – Demenz und innovative Technologien in Pflegeheimen“ gestartet ist. Allein in Schleswig-Holstein sind mehr als 53.000 Menschen an Demenz erkrankt, in Dänemark sogar mehr als 85.000. Gleichzeitig berichtet die Presse von Aufnahmenstopps in Pflegeheimen. „Mit dem Projekt wollen wir die Lebensqualität der Demenzerkrankten verbessern, indem wir Welfare- und Gesundheitstechnologien etablieren, um Menschen mit Demenz in Pflegeheimen und der gewohnten, familiären Umgebung in ihren Abläufen zu unterstützen“, erklärt Lehr. Nutzen soll das auch den Pflegekräften bringen, die bei knappen Ressourcen dem erhöhten Pflegebedarf bei Demenzerkrankungen gerecht werden sollen.   

 

Basierend auf den Nutzungsanforderungen, Abläufen und Prozessen sollen bestehende Technologien angepasst, adaptiert und weiterentwickelt werden. Denkbar ist es beispielsweise, dass Erkranke mit einer Smartwatch an die Medikamenteneinnahme erinnert oder gewarnt werden, falls sie sich zu weit von Pflegeheim oder Wohnung entfernen. „Der Endnutzer soll optimal unterstützt werden“, bringt es Lehr auf den Punkt.

 

„Das Thema Demenz wird in den kommenden Jahren eine hohe Relevanz haben“, sagt auch Prof. Dr. Thomas Severin, Vizepräsident für Studium und Lehre an der Hochschule, der sich darüber freut, dass die Hochschule Flensburg als Leadpartner des 2,5 Millionen Euro starken Projekts dieses Thema begleitet. Zudem ist Severin von der Nachhaltigkeit des Vorhabens überzeugt. Denn: Erstmals sind auch Industriepartner beteiligt, kleine und mittlere Unternehmen, die sowohl vorhandene als auch innovative Technologien in das Projekt einbringen werden. „Die Anpassung und Weiterentwicklung von vorhandenen Technologien und die anschließende Implementierung von mehreren Pilotstudien sollen Best-Practice-Ansätze liefern“, erklärt Severin, der auch die Verwendung der neuen Ansätze für die Lehre und Forschung sowie für den Bereich Weiterbildung erwartet. 

 

An dem Demantec-Projekt sind insgesamt 9 Projektpartner und 20 Netzwerkpartner aus Deutschland und Dänemark beteiligt.

 

Die offizielle Kick-off-Veranstaltung wird am 21. Juni 2016 in Apenrade, Dänemark, stattfinden.

 

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Bosco Lehr & Prof. Dr. Thomas Severin

Institut für eHealth und Management im Gesundheitswesen (IEMG)

Hochschule Flensburg

Nordstr.2

24943 Flensburg

E-Mail: lehr@hs-flensburg.de

Tel.:+49(0)461 805 1563

www.iemg.de


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