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Europa-Universität Flensburg will geflüchteten Menschen möglichst schnell zum Studium verhelfen

Autor: CIS am 18.12.2015

Flüchtlinge

Die Europa-Universität Flensburg hat beschlossen, geflüchteten Menschen möglichst rasch den regulären Zugang zum Studium zu ermöglichen. Ein entsprechendes Strategiepapier verabschiedete der Senat im Dezember. Prof. Dr. Monika Eigmüller, Vizepräsidentin für Europa und Internationales, betont: „Die Möglichkeit, rasch ein Studium aufzunehmen, ist für Geflüchtete wichtig, um sich integrieren zu können und um Zugang zum Arbeitsmarkt zu erhalten. Andererseits profitieren auch wir als Universität von den Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus anderen Ländern. Unser Campus wird internationaler. Das ist eines der Ziele unserer Internationalisierungsstrategie“.

Foto: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)  / pixelio.de

Zwei Haupthindernisse erschweren bisher Geflüchteten den regulären Studienzugang:

Zum einen können sie oft nicht die Originale ihrer schulischen Abschlusszeugnisse oder anderer wichtiger Dokumente vorweisen. „Wir haben uns entschlossen, Kopien zu akzeptieren“, sagt Monika Eigmüller. „Zudem möchten wir den ‚Test für Ausländische Studierende‘ (testAS) nutzen, um die Studierfähigkeit von Interessenten zu prüfen“. Das deutschlandweite Testverfahren wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst gefördert.

Zum anderen muss vor Studienbeginn die deutsche Sprache erlernt werden. Die Europa-Universität Flensburg möchte hier geflüchteten Menschen Deutschkurse anbieten, die ihre Studierfähigkeit über den testAS nachgewiesen haben und an der EUF studieren wollen. Die Finanzierung dieser Sprachkurse erhofft sich die Universität aus Landesmitteln. „Mit unseren Fachleuten für Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache sind wir sehr gut für diese Aufgabe gerüstet“, erklärt Monika Eigmüller. „Wir sind gespannt auf unsere Gespräche mit dem Land Schleswig-Holstein, um die Umsetzung unseres Programms zügig angehen zu können“.

In einem ersten Schritt hat die Europa-Universität Flensburg im Wintersemester 2015/16 ihr Gasthörerprogramm für geflüchtete Menschen geöffnet. Der Status als „Gasthörer/in“ erlaubt die Teilnahme an bestimmten Lehrveranstaltungen und erleichtert den Zugang zu Beratung, technischer Infrastruktur und Hochschulbibliothek. Einen arbeitsmarktrelevanten Studienabschluss kann man auf diesem Weg allerdings nicht erreichen.

Zusätzlich zu diesen Angeboten und Vorhaben lädt die EUF geflüchtete Menschen ein, sich mit wissenschaftlichen Vorträgen am akademischen Leben der Universität zu beteiligen.


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