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Zweite Phase der Flensburger Netzstrategiediskussion beginnt

Autor: CIS am 14.04.2015

Rathaus

Kim Schmidts Zeichnung einer Dampfwalze, die den Radweg nach Tarup teert, und einem Bagger, der den gleichen Weg danach wieder aufreißt, ist eine vielzitierte Karikatur. Für Flensburgs Kommunalpolitiker symbolisierte sie 2013, was schief läuft zwischen TBZ und Stadtwerken. Bereits Ende März 2014 hatten der Verwaltungsrat des TBZ, der Aufsichtsrat der Stadtwerke Flensburg sowie der Hauptausschuss deshalb gemeinsam beschlossen, Optimierungspotentiale bei der Aufgabenverteilung zwischen Stadtwerken und TBZ heben zu wollen. In Strategierunden mit professioneller Begleitung und mit Beteiligung von Politik, Verwaltung, Geschäftsführungen und Arbeitnehmervertretern waren bis dahin Punkte identifiziert worden, die genauer untersucht werden sollen.

"Die Stadtwerke wollen offensiver als bisher moderne Lichtwellenleiter in die Erde verlegen, um so einen zukunftsfähigen Datentransport zu ermöglichen. Das geht am besten dort, wo ohnehin Tiefbau betrieben wird," sagt Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzender Rolf Helgert. Zudem seien die Stadtwerke mit Strom-, Frischwasser- und Fernwärmenetz neben dem TBZ Hauptverursacher für Tiefbaumaßnahmen im Stadtgebiet. „Wenn hier die Abstimmung nicht funktioniert, kostet es uns viel Geld und Nerven.“

Besonderes Augenmerk legt TBZ-Verwaltungsratsvorsitzender Arne Rüstemeier auf die Verbesserung der Zusammenarbeit beider Häuser, die man innerhalb des vergangenen Jahres bereits spüren konnte: "An vielen Schnittstellen sind Veränderungen vorgenommen worden, die aus meiner Wahrnehmung schon heute unsere im letzten Jahr definierten Ziele als erreicht erscheinen lassen. Das Baustellenmanagement läuft gut. Die Gebühren sind auf einem bürgerfreundlichen Niveau. Das Personal ist motiviert und freundlich." Es blieben aber auch für den Verwaltungsrat noch Fragen offen, die jetzt gemeinsam zu klären seien.

Mehr Verbindlichkeit im Prozess hätte sich Thomas Dethleffsen gewünscht: Der Hauptausschussvorsitzende erinnert daran, dass die Detailanalyse bereits in diesem Monat abgeschlossen sein sollte. "Die Verzögerung haben wir im Hauptausschuss zur Kenntnis genommen, sie ist durch Personalwechsel und dringlichere Aufgaben auch ausreichend erklärt worden." Selbstkritisch merkt er aber an, dass der Hauptausschuss als für die Konzernsteuerung verantwortlichem und die städtischen Gesamtinteressen im Blick habendem Gremium seinerzeit keinen direkt Verantwortlichen für den Prozess benannt habe: "Wenn zwei die Verantwortung haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es keiner macht."

Nach Vorberatung in Aufsichtsrat und Verwaltungsrat der beiden Gesellschaften hat nun auch der Hauptausschuss am 24.03.2015 den Vorschlag für das weitere Verfahren diskutiert. "Wir geben uns gemeinsam noch einmal Zeit bis zur Sommerpause, und entscheiden dann abschließend über die Netzstrategie," so Dethleffsen abschließend.

PM: Stadt Flensburg


Schlagworte:
stadtwerke flensburg

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