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Kinostart 12. März 2009


Fotos / Texte: voll:kontakt /
Warber Bros.

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Urheberrechtshinweis: Die Fotos und Texte dürfen nicht verwendet werden und auch nicht mit uns verlinkt werden

 

 

 

 

Hilde -
Die Verfilmung des Lebens von Hildegard Knef

Ein Kinofilm der Extraklasse:
Die dramatsche und packende Erzählung über das spannende Leben von Hildegard Knef – beeindruckend gespielt von Heike Makatsch, die über ihre Darstellung hinaus auch die Lieder von Hildegard Knef selbst gesungen und zusammen mit der „WDR Big Band“ interpretiert und aufgenommen hat.

"Hilde polarisiert. Wie selten eine deutsche Künstlerin, hat sie die deutsche Seele euphorisiert, emotionalisiert und gereizt."

Kai Wessel, Regisseur und Grimme- Preisträger (DIE FLUCHT, 2007; LEBEN WÄRE SCHÖN, 2003; MARTHA JELLNECK, 1988)

HILDE erzählt von den dramatischen Höhepunkten im wechselvollen Leben eines Weltstars. HILDE offenbart die große Persönlichkeit einer Frau mit all ihren Träumen, ihrer Stärke und ihren Verletzungen, ihrem Lebens- und Überlebenswillen. Von der Nachwuchsschauspielerin, die 1946 mit Wolfgang Staudtes DIE MÖRDER SIND UNTER UNS zum Star wurde, über das Idol, das eine harmlose Nacktszene in Willi Forsts DIE SÜNDERIN (1950) in Ungnade fallen lässt, vergingen in der Karriere von Hildegard Knef nur wenige Jahre. Verlässlich folgten den Höhepunkten die Tiefschläge, doch sie gab nicht auf. Oder, um es mit Hildegard Knef zu sagen: "Dass es gut war, wie es war, das weiß man hinterher, dass es schlecht ist, wie es ist, weiß man gleich."

Heike Makatsch ist Hildegard Knef. Nach Filmen wie AIMÉE UND JAGUAR (1999), GRIPSHOLM (2000), NACKT (2002), ANATOMIE 2 (2003) oder KEINE LIEDER ÜBER LIEBE (2005) gehört sie zu den vielseitigsten Stars des deutschen Films. Aber auch in internationalen Produktionen wie LATE NIGHT SHOPPING (2001) oder LOVE ACTUALLY (TATSÄCHLICH. LIEBE, 2003), wo sie an der Seite von Emma Thompson, Hugh Grant und Alan Rickman auftrat, konnte Heike Makatsch überzeugen. Für ihre Verkörperung der Titelrolle in der TV Produktion MARGARETE STEIFF wurde sie 2006 unter anderem für den Emmy nominiert und mit dem Bambi (beste deutsche Schauspielerin und Publikumspreis) sowie dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Kurz vor Drehbeginn konnten Grimme-Preisträger Sylvester Groth und ECHO-Preisträger Roger Cicero für wichtige Rollen verpflichtet werden. Der mehrfach ausgezeichnete Schauspieler Sylvester Groth (MEIN FÜHRER, 2007) übernimmt die Rolle des legendären Berliner Theaterintendanten Boleslaw Barlog. Roger Cicero, aktuell einer der erfolgreichsten deutschen Jazz- und Swingmusiker, gibt in HILDE sein Schauspieldebüt. Er stellt den Musiker Ricci Blum dar, dem Hildegard Knef immer wieder in wichtigen Stationen ihres Lebens begegnet. HILDE bietet spannende Rollen für Deutschlands Schauspielelite wie Monica Bleibtreu (VIER MINUTEN, 2006), Hanns Zischler (MÜNCHEN, 2005), Michael Gwisdek (GOOD BYE, LENIN!, 2003) oder Johanna Gastdorf (DAS WUNDER VON BERN, 2003).



Interview mit Heike Makatsch



„Das musst Du nicht mich, das musst Du Hilde fragen“

Wann haben Sie Hildegard Knef zum ersten Mal wahrgenommen?
Das kann ich gar nicht sagen, sie war ja immer da. Auch wenn sie da schon alt war, mit großer Brille und Baskenmütze. Ihre Blütezeit, ihre Lieder und Texte habe ich früher nicht wahrgenommen. Das ist die Zeit, mit der unser Film endet, in der sie zu einer starken
Frau herangereift ist, zu einer starken Künstlerin.

War Hildegard Knef für Sie eine Traumrolle?
Natürlich ist es für eine Schauspielerin eine HerausforHerausforderung, eine Ikone wie Hildegard Knef zu verkörpern.
Aber was sie ausmacht, was das Anziehende an ihr ist, war mir anfangs gar nicht klar. Ich spürte eine starke Ambivalenz und erst während der Vorbereitung bin ich ihr wirklich nah gekommen.

Wie verlief Ihre erste Begegnung mit der Musik Hildegard Knefs?
Wie groß sie wirklich ist, musste bei mir auch erst einmal wachsen. Mein Vater, der gerne Bob Dylan, die Stones und die Pop- und Protestsongs der 60er Jahre hört, der hat sofort gesagt, „Ach Hildegard Knef, das ist
keine Musik für mich“. Dann haben wir Sachen von ihr gehört und er musste zugeben, wie großartig sie ist. Für ihn waren das am Anfang einfach Schlager, dabei kann man gerade in den Knef-Chansons ihre Persönlichkeit,
Eigenheit und Eigenart erleben, diese Mischung aus Ungefälligkeit, Weisheit und Philosophie. Darin kann man ihr Leben erkennen, auch wenn man es vielleicht nicht
ganz begreift. Sie bringt das mit so wenigen Sätzen auf den Punkt. Dabei versucht ihre Interpretation nicht zu gefallen. In diesen Liedern ist sie zu finden, da muss Hildegard Knef ganz eins mit sich gewesen sein.
Kulturell waren die frühen 60er in Deutschland eine finstere Zeit. Mit ihren Chansons war Hildegard Knef damals einzigartig. Wie war das möglich?
Damals konnte die Kunst gar nicht den richtigen Ton treffen, weil die Auseinandersetzung mit der eigenen, der deutschen Identität nicht geleistet werden konnte. Das war einfach zu groß, zu schlimm, man war zu weit aus der Bahn geworfen, um nach Holocaust und Krieg zu einer eigenen Stimme zu finden. Dass es Hildegard Knef gelang, gerade in dieser Zeit ihre Stimme zu finden, hängt vielleicht damit zusammen, wie sie sich mit dem Zweiten Weltkrieg, der Judenverfolgung und den Deutschen auseinandergesetzt hat – auf eine recht trotzige Art und Weise. Sie hat sich, so verstehe ich sie, geweigert, eine persönliche Schuld anzuerkennen. Sie war sieben Jahre alt, als Hitler an die Macht kam, sie war zu jung, um die Gegenrevolution zu starten und sie wollte danach einfach raus aus dem Muff und raus aus dem Deutschland, das nichts mehr war. Sie war getrieben, sie musste einfach ein künstlerisches Ventil finden,
da ließ sie sich nicht in Schranken weisen.

Gibt es Züge, die Ihnen trotz aller Beschäftigung an Hildegard Knef fremd geblieben sind?
Dieses „So und jetzt weg mit der Vergangenheit, ich will jetzt nur noch nach vorne gucken und durchstarten“ – das kann man aus heutiger Sicht natürlich gar nicht unterstützen.
Genau diese Ambivalenz aber ist es doch, die
Hildegard Knef ausmacht, dass man nicht sagen kann, sie war eine Heldin oder wenigstens sie war immer politisch korrekt. Sie war jemand an dem man sich stoßen
konnte, vielleicht auch stoßen musste. Das ist eine Haltung, die ich am Anfang sehr befremdlich fand. Bei der Verhörszene mit Erich Pommer habe ich Kai Wessel gefragt,
wie soll ich das jetzt spielen? Soll man das verstehen, wie sie da ist, soll man davon abgestoßen sein? Sollen wir das verwerflich finden, wenn sie einfach sagt:
„Was hab ich damit zu tun, ich bin Schauspielerin, ich will einfach nur spielen, ich will nicht für die Politik in die Verantwortung genommen werden.“ Und Kai hat nur gesagt,
„das musst Du nicht mich, das musst Du Hilde fragen“.
Ich finde ihre Haltung hier schwierig. Aber genau das war wohl die Kraft, die sie vorangetrieben hat.

Hildegard Knef war in Sachen Selbstbewusstsein und Emanzipation im Deutschland der 50er und 60er Jahre ihrer Zeit weit voraus. Warum war das so?
Ich habe ja schon öfter Frauen gespielt, die ihrer Zeit weit voraus waren. Margarete Steiff gehört zum Beispiel dazu oder die sozialistische Feministin Hope Bridges
Lehmann, die mit Clara Zetkin und Rosa Luxemburg bekannt war, über die ich gerade einen Film gemacht habe („Dr. Hope Adams Bridges Lehmann – Hoffnung kann
nicht sterben“, Martin Enlen, 2008). Menschen, die so über ihre Zeit hinausgehen, halten es, glaube ich, für ganz selbstverständlich, dass wie sie die Welt sehen, die einzig richtige Art ist. Die nehmen sich nicht extra
vor Ich setz mich jetzt für Frauen ein oder Ich mach hier jetzt ein besonders selbstbewusstes Statement, das die
Frauen, meine Kunst oder Deutschland nach vorn bringt. Die stellen ihr Tun und sich keine Sekunde in Frage, das ist fest in ihnen einfach verankert.

Wie haben Sie sich auf diese Rolle vorbereitet?
Einer Figur gerecht zu werden, von der viele Menschen
schon ein starkes Bild haben, von der es Filme gibt, Tonaufnahmen, das ist schon eine Herausforderung. Natürlich ist das meine Interpretation von Hildegard Knef,
dabei durfte ich jedoch nicht vergessen, dass sie viele Spuren hinterlassen hat. Darum habe ich mich schon stark mit dem Bildmaterial auseinandergesetzt und ihren Talkshowauftritten. Die junge Hildegard Knef habe ich viel freier gestaltet als die ältere. Da gab es auch viel weniger Vorlagen. Als junges Mädchen kann sie nicht so gewesen sein wie als 40-jährige Frau. Da ist zuviel Theater zuviel Film, zu viel Diva in dieser Frau. So musste ich
mich durch die verschiedenen Altersstufen arbeiten und ihr verschiedene Attribute für den jeweiligen Altersabschnitt geben. Ich habe mich mit ihrem dritten Ehemann viel unterhalten, ich habe Filmmaterial von ihrem ersten Ehemann, Kurt Hirsch, gesehen und ich habe ihre Bücher und einfach alles, das ich über sie finden konnte, gelesen. Und ich habe sogar Schauspielunterricht genommen
(lacht).

Musik spielt in HILDE eine zentrale Rolle. Wie haben Sie sich auf die Chansons vorbereitet?
Ich habe mich lange mit ihrer Musik beschäftigt und genau studiert, wie sie das singt. Was höre ich da in ihrer Stimme? Für die Aufnahmen habe ich dann ein Jahr
lang Gesangsunterricht genommen. Trotzdem kann ich sie leider nicht imitierten. Wenn ich eine Version von mir höre und gar nicht so schlecht! denke, höre ich mir ihre Fassung an und dann sinkt mir das Herz, weil es natürlich
nicht an das herankommt, was sie in der Stimme hat. Dadurch habe ich sie aber als Mensch viel besser verstanden.

Bei den Szenen in den 60er Jahren tragen Sie wunderbare Kleider.
Als sie noch jung war, da ist Hildegard Knef ein Mädchen ihrer Zeit, doch in den 60er Jahren wird sie zu der Ikone,
von der wir alle wissen, wie sie sich anzog.
Helfen Kleider einem Schauspieler?

Das hilft ungemein. Wenn man morgens in Turnschuhen und Jeans und ungeschminkt an den Set kommt und gesagt wird, jetzt machen wir mal ne Stellprobe, ist mir
das gar nicht so lieb. Wenn ich noch ganz Heike bin, da fehlt dann was. Die ganze Haltung stimmt noch nicht, um die Szene zu entwickeln. Bei Stellproben bin ich lieber
schon im Kostüm und in der Maske, da folgt der Rest dann schon fast von selbst.

Stimmt es eigentlich, dass Sie die Knef-Lieder im selben Studio aufgenommen haben wie damals Hildegard Knef?
Ihre letzten Aufnahmen mit Till Brönner hat sie da produziert.







HILDE mit Heike Makatsch in der Hauptrolle -
Filmstart im März 2009 - Interview - Fotos - Biografie




Zum Inhalt:
Hildegard Knef geht einen langen Weg, bis sie zu sich selbst findet: Aus bedrückenden familiären Verhältnissen
gelingt ihr der Sprung in die Schauspielausbildung,
doch in den letzten Kriegswirren zählt nur mehr das blanke Überleben. Nach Filmerfolgen und Fehlgriffen,
falschen und richtigen Männern, lähmender Langeweile in Hollywood und einer turbulenten Hass-Liebe mit dem deutschen Publikum muss die Kämpfernatur Hilde lernen, dass manchmal andere Dinge zählen als der Ellenbogenkampf im Showbiz: In ihrer
eigenen Geschichte und im Inneren ihrer Seele findet sie die Substanz für die „Hilde“, auf die sie selbst aber auch das deutsche Publikum immer gewartet hat.
Einer der deutschen Lebenswege nach dem Zweiten Weltkrieg. Hildegard Knef war die Sünderin, ein Kinotraum, ein Weltstar, eine Ikone. Und sehr, sehr cool.
Dies ist ihr Leben.

„Für mich soll's rote Rosen regnen,
mir sollten ganz neue Wunder begegnen.
Mich fern von Altem neu entfalten,
von dem was erwartet, das meiste halten.
Ich will..., Ich will...!
Will alles, oder nichts.“




BIOGRAFIE Hildegard Knef

Hildegard Knef wurde am 28. Dezember 1925 in Ulm geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters zog sie mit ihrer Mutter Frieda nach Berlin. 1942 begann sie eine Ausbildung als Trickzeichnerin bei der UFA in Babelsberg.
Sie wechselte an die Staatliche Filmschule Babelsberg und trat ab 1944 in UFA-Filmen auf. In dieser Zeit verliebte sie sich in den Produktionschef der Tobis, Ewald von Demandowsky. Er war als Reichsfilmdramaturg einer der wichtigsten Filmmanager im Nazideutschland. Ihre erste Hauptrolle spielte sie 1946 in DIE MÖRDER SIND UNTER UNS von Wolfgang Staudte. 1947 heiratete sie den im heutigen Tschechien geborenen US-Filmoffizier Kurt Hirsch, der mit seiner Familie vor dem Holocaust in die USA geflohen war, und folgte einem Angebot von David O. Selznick nach Hollywood. Der Produzent von VOM WINDE VERWEHT nahm sie zwar unter Vertrag, größere Rollen blieben jedoch aus. Dafür konnte sie in Deutschland wieder arbeiten.

Doch eine kurze Nacktszene in DIE
SÜNDERIN, 1950, löste so einen Skandal im prüden Adenauer-Deutschland aus, dass Hildegard Knef wieder in die USA zurückkehrte. Anatole Litwaks DECISION
BEFORE DAWN, 1951, Henry Hathaways DIPLOMATIC COURIER, 1952, Henry Kings THE SNOWS OF KILI MANJARO, 1952, und NIGHT WITHOUT SLEEP, 1952, bei dem der englische Horrorfilmspezialist Roy Ward
Baker Regie führte, sind Filmtitel dieser Jahre.

In der Folgezeit trat sie in Broadway-Produktionen auf und feierte ihren größten Triumph in Cole Porters Musical „Silk Stockings“. Als Filmschauspielerin wirkte sie weiterhin vor allem in internationalen Produktionen mit. 1959 verliebte sie sich in den englischen Schauspieler David Cameron, den sie 1962 heiratete. Im selben Jahr
veröffentlichte sie ihre erste Platte in Deutschland und begann ab 1965 auch eigene Chansons zu schreiben. 1966 ging sie mit einem Programm aus vorwiegend eigenen
Titeln auf eine gefeierte Tournee. 1968 wurde
ihre Tochter Christina Antonia geboren. 1970 veröffentlichte Hildegard Knef ihren hochgerühmten Roman „Der geschenkte Gaul“, in dem sie ihre Lebensgeschichte
verarbeitete. In dieser Zeit spielte sie
einige ihrer erfolgreichsten Schallplatten ein. 1973 erkrankte sie erstmals schwer an Krebs. 1976 trennte sie sich von ihrem Mann David Cameron. In dem 1976 erschienenen,
ebenfalls hochgelobten Buch „Das Urteil“,
verarbeitete sie ihre Krebserkrankung. Das nachlassende Interesse an ihrer Musik und ausbleibende Rollenangebote überschatteten die folgenden Jahre. Hildegard Knef heiratete 1977 Paul von Schell und zog mit ihm 1980 wieder in die USA, wo sie immer noch als Weltstar verehrt wurde. 1987 kehrte sie für ein Kabarett-Stück im Theater des Westens vorübergehend nach Berlin zurück. Im Herbst 1989 zog sie zurück nach Deutschland. Mit der Band „Extrabreit“ und dem Jazz-Trompeter Till Brönner spielte sie noch einmal ihre Hits ein. Hildegard Knef starb am 1. Februar 2002
in Berlin, wo sie auf dem Zehlendorfer Waldfriedhof beerdigt wurde.




Bücher und die Filmmusik zum Thema Hildegard Knef












Darsteller, Regie...


HILDE

Kinostart: 12.03.2009

Darsteller: Heike Makatsch, Dan Stevens, Monica Bleibtreu, Hanns Zischler, Roger Cicero

Regie: Kai Wessel

Produktion: Egoli Tossell

Verleih: Warner Bros.




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