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Fotos / Texte: X-Verleih

 

 

 

 

 

AGNES UND SEINE BRÜDER -



Seit dem 14. Oktober läuft er nun im Kino, der neue Film von Regisseur Oskar Roehler mit Moritz Bleibtreu, Martin Weiß und Herbert Knaup

.

Hier die ganze Story und auch ein Intwiev mit Martin Weiß, der Agnes und u.a. die Sorgen mit dem Kostüm...



Regisseur Oskar Roehler (DIE UNBERÜHRBARE, DER ALTE AFFE ANGST)
überrascht mit einer zutiefst menschlichen Familiengeschichte: Voller Leidenschaft, Poesie und Humor erzählt er von drei Brüdern und ihrer Suche nach Liebe und Anerkennung – und entwirft zugleich ein faszinierendes Porträt der aktuellen Situation in unserem Land. Echtes Kino, hochkarätig besetzt mit
Moritz Bleibtreu, Herbert Knaup, Tom Schilling, Katja Riemann und der Neuentdeckung Martin Weiß als Agnes.






Interview mit Martin Weiß


Ich weiß, dass Oskar Roehler ziemlich lange nach dem perfekten Darsteller für Agnes gesucht hat...
Ja, zunächst habe ich ein erstes, ganz reguläres Casting durchlaufen. Es folgte
jedoch noch ein zweites Casting, in dem ich weitere Szenen vorgespielt habe.
Nach meinem Spiel ging Oskar raus, kam aber nach 15 Minuten zurück und sagte
„Okay, du hast die Rolle!“

Waren die anderen beiden „Brüder“ dabei?
Nein, als „Anspielpartner“ fungierte ein mit Oskar befreundeter Schauspieler,
aber ich war schon komplett in Maske und Kostüm. Ich hatte mich gar nicht lange auf die Rolle vorbereiten oder etwa mit Oskar telefonieren können, sondern bloß das Drehbuch und eine Einladung zum Casting bekommen. Und das ist ja schon toll, für so eine Rolle überhaupt im Kopf einer Casterin zu sein! Natürlich habe ich nicht damit gerechnet, die Rolle wirklich zu bekommen, aber dachte, ich spiele einfach so, wie ich spielen würde, wenn ich die Rolle hätte. Und ich merkte dann sofort, dass Oskar und ich uns irgendwie getroffen hatten.

Was hat Sie am Drehbuch begeistert?
Dass jede Person ein Geheimnis mit sich herumträgt. Zwischen den Zeilen spürt
man unheimlich viel Unausgesprochenes, gerade weil die Dialoge von Oskar so
exakt geschliffen und genau geschrieben sind. Mir war auf Anhieb klar, dass dies ein sehr persönliches Buch ist, ohne privat zu werden. Dabei haben alle drei Brüder, so denke ich, viel mit Oskar gemein. Es sind Figuren, die sehr reich sind an Liebe, die von bestimmten Obsessionen gejagt werden, das finde ich toll. Und auch, dass der Film so gar nicht moralisierend ist. Sonst findet sich im deutschen Film ja oft noch eine Botschaft, die es zu lernen gilt, ganz wie im Deutschunterricht. Hier aber werden Abgründe einfach so geschildert, wie sie sind.

Im Gegensatz zu den anderen beiden Brüdern wird Agnes von Beginn an als sympathische Figur eingeführt. Ein unglücklicher Unschuldsengel...
Ja, ich denke, es ist wichtig dass der Zuschauer sich rasch mit Agnes
identifizieren kann, sonst könnte man die Geschichte nicht so erzählen. Es wäre
fatal, wenn der Zuschauer bei Agnes‘ Auftritt denken würde „Ey, was ist denn das für ne Transe!“ Genau aus diesem Grund waren mir auch Kostüm und Makeup sehr wichtig. Ich könnte noch so gut spielen, doch wenn die Perücke nicht gut geklebt ist, ist die Figur im Eimer!

Gab es eine lange Probenzeit?
Geprobt haben wir, ehrlich gesagt, so gut wie gar nicht. Es gab eine sehr intensive Vorbereitungszeit, geprägt durch ein gegenseitiges Kennenlernen. Wir haben aber kaum über die Figur gesprochen, weil uns beiden intuitiv klar war, dass wir sie gleich sehen.

Schlüpft man dann mit dem Kostüm in die Rolle?
Nein, das ist bei mir anders. Ich arbeite von innen nach außen. Ich habe ja noch nie eine solche Rolle gespielt. Aber mir war von Anfang an klar, dass ich als Martin Weiß mir selbst glauben muss, dass ich eine Frau sein möchte. Das hat mich zunächst eine ziemliche Überwindung gekostet – eine weibliche Seite in mir zu entdecken, sie zu akzeptieren und sie außerdem toll zu finden. Ich sollte soviel Frau sein wie möglich. Wir wollten keine Drag-Geschichte, keine Trümmertunte, keine Transsexuelle, die das Gefühl hat, im falschen Körper zu sein, sondern einfach eine Frau. Eine schöne Frau.

War das Kostüm sehr aufwändig?
Oh ja. Der Horror! Ich wurde ja nicht bloß täglich geschminkt, sondern mehrmals
am Tag rasiert. Ich hatte zweimal eine Ganzkörperenthaarung – was das
bedeutet, muss ich wohl zumindest Frauen nicht großartig erläutern. Die Augenbrauen wurden gezupft, und die Fingernägel habe ich lang wachsen lassen und mit Acryl verstärkt – dies sind ja nun Dinge, mit denen man nach
Drehschluss auch durchs private Leben gehen muss.
Zum Kostüm: Ich hatte einen schaumstoffgefütterten Unterbau, der extra
angefertigt wurde. Aber der Reihe nach – Womit fing es an? Mit einem
Suspensorium, danach Watte, um die Übergänge auszugleichen, darüber ein
Miederhöschen, darüber ein weiteres Miederhöschen mit wattiertem Hintern und
Schenkeln. Darüber zog ich eine Stützstrumpfhose und über diese eine normale Strumpfhose. Ich war nur heilfroh, dass es bei Drehbeginn nicht mehr so heiß
war, sonst wäre mir die Schminke weggelaufen.

Mit AGNES UND SEINE BRÜDER festigt Oskar Roehler seinen Ruf, ein
Schauspieler-Regisseur zu sein...
Weil Oskar seine Schauspieler liebt. Er drückt nicht manipulativ irgendwelche
Knöpfchen und gibt auch nicht bestimmte Gesten vor. Weil ein unheimlich großes
Vertrauen zwischen ihm und seinen Schauspielern herrscht. Außerdem hat es
sicherlich damit zu tun, dass man, wenn man ein Buch von Oskar akzeptiert, als
Schauspieler weiß, dass man bereit sein muss, ins seine eigenen Abgründe zu
schauen.





Und hier die ganze Story des Filmes "Agnes und seine Brüder"


Drei Brüder auf dem Weg zum Glück:
Hans-Jörg (Moritz Bleibtreu), ein verschüchterter, verschwitzter Voyeur, hat
wenig Glück bei den Frauen. Seine Stellung als Hilfsbibliothekar nutzt er dazu, junge Studentinnen zu beobachten: mal durch die Regale der Bibliothek, mal durch ein Loch in der Wand der Damentoilette. Er besucht eine Selbsthilfegruppe für Sexsüchtige – dabei sehnt er sich doch nur nach einer Frau, die ihn liebt und die bei ihm bleibt.



Seinem Bruder Werner (Herbert Knaup) scheint hingegen so gut wie alles zu glücken: Der erfolgreiche Politiker der Grünen besitzt eine schicke Villa, eine attraktive Frau, zwei Kinder, einen Fahrer und einen Hund. Doch hinter der Fassade seiner Vorzeige-Familie bröckelt es: Signe (Katja Riemann), seine Frau, begegnet ihm mit Verachtung. Sein ältester Sohn Ralf (Tom Schilling) verfolgt
ihn ständig mit einer Videokamera, um ihn lächerlich zu machen. Und für sein
politisches Kampfthema, die Einführung des Dosenpfands, mögen sich selbst
seine grünen Parteifreunde nicht recht erwärmen.

Schließlich Agnes (Martin Weiß), die jüngste der drei: eine sensible Tänzerin, die früher einmal ein Mann war. Nachdem sie von ihrem eifersüchtigen Freund (Oliver Korittke) aus der Wohnung geworfen wird, lernt sie in einer Bar Roxy (Margit Carstensen) kennen, eine ältere Frau, die mit ihr die Einsamkeit teilt. Bei ihr findet Agnes nicht nur Unterschlupf, sondern auch Toleranz und Vertrauen – und sie beginnt zu erzählen: Von ihrer Mutter, die sie nie kennen gelernt hat und die angeblich als Terroristin in Stammheim umkam. Von ihrem exzentrischen Vater (Vadim Glowna), der nur in betrunkenem Zustand über ihre Mutter sprach
und der jetzt in saturierten Verhältnissen mit einem Mann zusammenlebt.

Und von ihrer großen Liebe: Henry (Lee Daniel), der Mann, dem zuliebe sie sich
umoperieren ließ – und der kurz darauf aus ihrem Leben verschwand…
Bei einer gemeinsamen Fahrt der drei Geschwister zu ihrem Vater aufs Land kommt es zum Eklat: Hans-Jörg behauptet, er habe als Kind mit ansehen müssen, wie sein jüngerer Bruder vom Vater missbraucht worden sei. Er wirft dem Vater vor, das Leben von Agnes und ihm ruiniert zu haben, und verlässt den Wagen. Die anderen beiden setzen die Fahrt ohne ihn fort – und sind beim
Treffen mit dem Vater sichtlich bemüht, den Schein der Harmonie zu wahren.



Kurz darauf findet sich tatsächlich eine hübsche junge Frau bereit, mit Hans-Jörg
auszugehen. Er hilft ihr dabei, ihre Wohnung neu zu streichen. Als er danach tagelang nichts von ihr hört, reist er ihr nach Rügen hinterher – und zieht frustriert wieder ab, als er feststellen muss, dass sie ihn nur ausgenutzt hat.
Damit nicht genug: In der Bibliothek wird er beim Spannen auf der Damentoilette erwischt und fristlos entlassen. So nimmt er das Angebot eines Pornoproduzenten an, in einem seiner Filme mitzuspielen. Ausgerechnet hier, am Tiefpunkt seiner Existenz, trifft Hans-Jörg seine Traumfrau. Eine Frau, bei der er
sich verstanden und geborgen fühlt. Doch ist sie tatsächlich bereit, mit ihm ein neues Leben zu beginnen?

In Werners ach so heiler Welt fallen unterdessen endgültig die Masken: Als sich
bei einem mühsam erzwungenen Grillabend mit der Familie Signe und Ralf mal wieder über ihn lustig machen, rastet Werner völlig aus. Daraufhin verlässt ihn seine Frau mit seinem ältesten Sohn. Ein paar Tage später kehrt Signe, zumindest vorläufig, zu ihrem Mann zurück: Ralf ist spurlos verschwunden.
Durch die Sorge um den Sohn scheinen sich die beiden Eheleute wieder ein wenig anzunähern, und Werner kämpft darum, seine Frau zurückzuerobern. Aber ist deren Liebe nicht längst erloschen? Oder gibt es doch noch Hoffnung auf ein
Leben zu zweit?

Agnes hat inzwischen erfahren, dass Henry, der ein berühmter Modezar geworden ist, für ein paar Tage in der Stadt gastiert. Henry weiß nicht, dass Agnes wegen ihm die Geschlechtsumwandlung gewagt hat. Er ist überrascht, als ihm Agnes nun nach seiner Show am roten Teppich plötzlich als Frau gegenüber steht – noch dazu in dem Hochzeitskleid, das sie sich damals für ihn machen ließ.
Einen Moment lang steht die Zeit still, und eine gemeinsame Zukunft scheint möglich. Doch für Agnes ist es bereits zu spät…






Wir sind die anderen - der Soundtrack zu Agnes und seine brüder mit 2raumwohnung




(Hier gibst es auch Hörproben, einfach mal reinhören)


CD Annett

wir sind die anderen
2raumwohnung





Die Darsteller:



Agnes Martin Weiß
Hans-Jörg Moritz Bleibtreu
Werner Herbert Knaup
Signe Katja Riemann
Ralf Tom Schilling
Desiree Susan Anbeh
Günther Vadim Glowna
Roxy Margit Carstensen
Henry Lee Daniels
Nadine Marie Zielcke
Rudi Oliver Korittke
Manni Moneto
Martin Semmelrogge
Hannes Martin Feifel
Jürgen Sven Martinek


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