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Was hat sich bei der Punktereform geändert?

Flensburg und die Punkte:Der neue Bußgeldkatalog

Autofahrer hören das Wort Flensburg meist gar nicht gern, denn für sie ist der Name unserer schönen Stadt ein Synonym für "Bußgeldkatalog" und "Punktekonto". Durch die Reform des Punktesystems zum 1. Mai 2014 ist Flensburg derzeit wieder einmal in aller Munde.

Was hat sich bei der Punktereform geändert?

Die wichtigste Reform ist die Neuordnung der Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Bislang musste ein Autofahrer 18 Strafpunkte sammeln, ehe er seinen Führerschein los war und ihn nur nach einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (dem "Idiotentest") wiederbekommen konnte. Jetzt sind nur noch 8 Punkte notwendig - allerdings werden auch weniger Punkte verteilt.

Bislang gab es Punkte schon für kleinere Ordnungswidrigkeiten, die ein Bußgeld von 40 bis 60 Euro nach sich zogen - jetzt erst bei Ordnungswidrigkeiten ab 60 Euro und dann auch nur einen Punkt. Zwei Punkte handeln sich Autofahrer ein, die bei Rot über die Ampel fahren oder mehr als 40 km/h zu schnell sind.

Mehr Führerscheinentzüge durch Neuregelungen?

Manche Experten befürchten eine Zunahme beim Verlust des Führerscheins, da beispielsweise leichte Verstöße wie das Telefonieren am Steuer oder eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h nach wie vor mit einem Punkt bestraft werden. 2 von 18 Punkten sind jedoch weit weniger schlimm als nun 2 von 8 Punkten und bringen den Führerscheinverlust schnell näher. Zumal nur noch ein Punkt in fünf Jahren durch die Teilnahme an einem 400 Euro teuren Seminar abgebaut werden kann. Die einzige Alternative ist, zweieinhalb Jahre Zähne zusammenbeißen und brav wie eine Kirchenmaus sein - dann verfällt ein einziger Punkt in Flensburg.



Mehr Führerscheinentzüge durch Neuregelungen?

Foto: Flensburg und die Punkte:Der neue Bußgeldkatalog

Foto: Tim Reckmann  / pixelio.de

Beleidigungen werden nicht mehr bestraft

Der Ton auf Deutschlands Straßen könnte sich deutlich verschärfen, denn Beleidigungen werden nicht mehr geahndet. Dies liegt daran, dass nur noch "eine Gefährdung der Verkehrssicherheit" bestraft wird - einen anderen Fahrer als A*** zu beschimpfen fällt nicht darunter - ebenso wenig wie das Fahren in einer Umweltzone ohne Plakette, wodurch der ganze Aufwand zur Einrichtung eben dieser Zonen ad absurdum geführt wird.

Noch ärgerlicher ist, dass es auch nach der Reform keine Lichtpflicht in Deutschland gibt. So dürfen Autofahrer auch weiterhin ohne Licht mit ihren grauen Autos durch trübe graue Tage, Nebel und Regen tuckern und den Verkehr durch ihre Fast-Unsichtbarkeit gefährden. Da hilft nur eine günstige Autoversicherung, die einspringt, wenn man mit einem solchen rücksichtslosen Zeitgenossen kollidiert.