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VOB als Grundlage für Bauvorhaben

Baurecht: An diesen Gesetzen müssen sich Bauherren orientieren

Kaum ein Rechtsbereich ist so kompliziert wie das Baurecht. Kein Wunder: Geht es um Bauvorhaben, so sind meist verschiedene Parteien beteiligt, die zum Teil unterschiedliche Interessen verfolgen. Um für Klarheit zu sorgen, gibt es im Baurecht mit der VOB ein besonderes Regelwerk.

VOB als Grundlage für Bauvorhaben

Grundsätzlich finden bei Bauvorhaben in Deutschland und somit auch in Flensburg die Gesetze zum Werkvertrag im BGB Anwendung. Leider berücksichtigen diese Gesetze längst nicht alle Besonderheiten des privaten Baurechts. Darum haben sich interessierte Fachkreise zusammengesetzt und ein dreiteiliges Klauselwerk geschaffen. Dabei handelt es sich um die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB). Die drei Teile enthalten Klauseln zu folgenden Besonderheiten:

 

  • Teil A: Regelungen für die Vergabe von Bauaufträgen durch öffentliche Auftraggeber.

  • Teil B: Regelungen für den Bauvertrag

  • Teil C: Regelungen zu allgemeinen technischen Vertragsbedingungen (ATV)

 



Bauherren müssen Neuerungen kennen

Foto: Baurecht: An diesen Gesetzen müssen sich Bauherren orientieren


(Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de)


Auch wenn es sich bei der VOB weder um ein Gesetz noch eine Rechtsverordnung handelt, orientiert man sich aus oben genanntem Grund bei einem Großteil der Bauaufträge an den Klauseln. Folglich müssen Sie die entsprechenden Regelungen für eine rechtssichere Abwicklung ihres Bauvorhabens unbedingt kennen. Besonders zentral sind hierbei die Regelungen im Teil B, da sie im Vertrag die Funktion der Allgemeinen Geschäftsbedingungen aus dem BGB übernehmen.

Bauherren müssen Neuerungen kennen

Wünschen Sie eine rechtssichere Abwicklung Ihres Bauvorhabens, dann sollten Sie stets auf dem Laufenden bleiben. Auch von der VOB gibt es regelmäßig neue Versionen, die zum Teil gravierende Veränderungen enthalten. In der VOB 2012 gab es im Teil B etwa eine Änderung der Fristen bezüglich der Schlussrechnungen. Eine zu späte Abrechnung könnte rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen – besorgen Sie sich also das jeweils aktuelle Regelwerk und studieren Sie es vor allem genau! Besonders wichtig ist hierbei, dass Sie etwaige Vertragsdokumente an die Neuerungen anpassen. Hilfreich können hier spezielle Software-Lösungen sein, die Musterbriefe und Vertragsvorlagen enthalten.