Fachhochschule Flensburg - Personen


Mehr als nur ein Beruf:
Ein Vierteljahrhundert in
Diensten der FH Flensburg

Dass er nicht mehr jeden Morgen zum Unterrichten an die Fachhochschule fährt, das kann er sich noch gar nicht vorstellen. Schließlich hat er dieses seit dem 01. September 1979 und damit seit genau 51 Semestern gemacht. Der Diplom-Physiker, der im vergangenen Oktober seinen 65. Geburtstag feierte, ist einer der Zeitzeugen, der die Entwicklung der FH nicht nur selbst miterlebte, sondern auch aktiv mitgestaltete. „Damals gab es lediglich die Gebäude A und B am Rande einer Kleingartenkolonie, rund 300 Studierende (heute gut 3.000) und ca. 30 Professoren (heute über 80), die in den vier Studiengängen (heute 11) Maschinenbau, Technische Informatik, Schiffsbetriebstechnik und Elektrotechnik lehrten“, so Wordell, „in der Aufbauphase war Vielseitigkeit und Kreativität gefragt, so habe ich meine Studierenden in der Datenverarbeitung während der Einführungsphase des Studiengangs Technische Informatik erst am Zentralrechner der FH unterrichtet. Erst nach und nach konnten Workstations und PCs angeschafft werden, welche die heutige EDV-Struktur bestimmen“, erinnert er sich.

Eberhard Wordell wurde 1939 in Stettin geboren. Nach einer Ausbildung zum Elektroinstallateur absolvierte er von 1961-64 ein Ingenieurstudium in Kiel, an das sich bis 1969 das Studium der Physik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel anschloss. Sein Diplom erlangte er mit Auszeichnung. Seinen beruflichen Werdegang begann er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut in Stohl bei Kiel, wo er neun Jahre auf dem Arbeitsgebiet der Halbleitertechnologie forschend tätig war. Parallel dazu schrieb er an seiner Promotion mit dem Titel „Strahlenwirkung auf Halbleiterbauelemente und elektronische Schaltungen“. 1979 folgte er dem Ruf an die Fachhochschule Flensburg, wo er seitdem in seinen Fachgebieten Mathematik, Physik und Technische Informatik lehrt. „Es werden wohl so an die 150 Diplomarbeiten sein, die ich betreut habe“, schätzt der Professor. Besonders am Herzen habe ihm immer ein vertrauensvolles Verhältnis zu seinen Studierenden gelegen und er hat Wert darauf gelegt „dass auch alles verstanden wird, was ich in den Vorlesungen da Vorne so erzähle“.





Prof. Dr. Eberhard Wordell geht Ende Februar in den Ruhestand


Wordell

Ein weiteres Anliegen war ihm das Engagement in den Gremien und den Einrichtungen der Hochschule:
Er war Mitglied im Senat und im Haushalts- und Planungsausschuss der FH. Von 1990 – 1998 leitete er die Geschicke des Fachbereichs Technik, zuerst vier Jahre als Gründungsdekan des neu gebildeten Fachbereichs, anschließend weitere vier Jahre als Prodekan. Unter seiner Mitwirkung wurde das Studienangebot des Fachbereichs Technik stark erweitert: Bioverfahrenstechnik/Verfahrenstechnik, Nachrichtentechnik, Regenerative Energietechnik, Nautik und Medieninformatik wurden zu attraktiven Studienangeboten. „Die guten Studierendenzahlen zeigen, dass es richtig war, das Studienangebot zu diversifizieren und sich nicht auf einen einzigen Schwerpunkt zu konzentrieren“, so der Professor. Seit 1999 war er Leiter des Instituts für Physik an der FH Flensburg.

esonders engagiert setzte sich Eberhard Wordell für die Zusammenarbeit der beiden Flensburger Hochschulen ein. So trieb er die Errichtung des gemeinsamen Studiengangs Energie- und Umweltmanagement maßgeblich voran. Dieser Studiengang erfreut sich seit seiner Einführung 1999 großer Beliebtheit und zieht Studierende aus ganz Deutschland an. Für die Zukunft wünscht er den Flensburger Hochschulen, dass sie ihre Kooperation stetig ausbauen, um Stärken zu bündeln und dass es den Hochschulen auch in Zukunft gelingt, neue und aktuelle Studienangebote zu erschließen. „Die gemeinsamen Studiengänge, die Veranstaltung „Hochschulen für die Region“ und das Kompetenzzentrum Windenergie sind gute Beispiele dafür, wie erfolgreich sich eine Zusammenarbeit gestalten kann“, so Wordell.
In seiner zukünftig vermehrt vorhandenen Freizeit wird er sich seinem Hobby, dem Segeln, widmen. Doch so ganz kann er der Fachhochschule doch nicht den Rücken kehren: Über einen Lehrauftrag im kommenden Sommersemester wird er auch weiterhin den Kontakt zu Studierenden und der Fachhochschule behalten.









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